Erst ein Tötungsdelikt in einer Wohnung in Habinghorst, dann ein Selbstmord im Auto: In Castrop-Rauxel ermittelte eine Mordkommission. Die Ermittlungen sind aber eingestellt. © Markus Wüllner / News4Video Line
49-Jährige starb

Ermittlungen im Habinghorster Mordfall praktisch eingestellt

War es Mord? Was waren die Hintergründe des Tötungsdelikts? Obwohl der Todesfall einer 49-jährigen Frau aus Habinghorst erst wenige Tage alt ist, sind die Ermittlungen praktisch eingestellt.

Die Mordkommission ist erst vor wenigen Tagen eingerichtet worden. Und doch: Die Ermittlungen im mutmaßlichen Mordfall von Habinghorst von Mittwoch (11.11.) sind praktisch eingestellt. Das sagte Staatsanwalt Henner Kruse nun auf Anfrage unserer Redaktion.

Zwar liege das Obduktionsergebnis noch gar nicht schriftlich vor, aber das sei nur noch Formsache. Der Hintergrund ist klar: Der 52-jährige mutmaßliche Mörder ist tot. Er starb kurz nach seiner 49-jährigen Ehefrau, die er selbst zuvor getötet hatte, in seinem Auto: Damit fuhr er an der Nierhausstraße gegen einen Baum. Ein Abschiedsbrief, den Rettungskräfte im Auto fanden, ließ darauf schließen, dass diese Fahrt gegen den Baum Suizid war. Der Brief führte die Kripo in die Wohnung des Habinghorster Ehepaares.

Die Ermittler werteten im Nachgang des Tötungsdeliktes und des Todesfalls im Auto WhatsApp-Protokolle und Telefon-Protokolle aus. Der Täter soll vor dem Selbstmord Nachrichten an Bekannte verschickt haben, in denen er den Mord an seiner Frau gesteht. Er soll Schuldenprobleme gehabt haben. Auch eine psychische Erkrankung, Alkohol und eine drohende Räumungsklage für die Wohnung spielten laut Staatsanwaltschaft eine Rolle.

Der Unfall hatte ein großes Rettungskräfte-Aufkommen in Deininghausen zur Folge. Rund um den Tatort in Habinghorst war es bis auf die Kripo, die ermittelte, ruhig.

Über den Autor
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
Gebürtiger Münsterländer, Jahrgang 1979. Redakteur bei Lensing Media seit 2007. Fußballfreund und fasziniert von den Entwicklungen der Medienwelt seit der Jahrtausendwende.
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Tobias Weckenbrock

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