Am Adalbert-Stifter-Gymnasium wurden am Mittwochmittag die ersten Schnelltests geliefert. © Katharina Roß
Coronavirus

Erste Schnelltests an Gymnasium eingetroffen: So geht das ASG nun vor

Die erste Lieferung mit Schnelltests ist am Mittwoch (17.3.) am Adalbert-Stifter-Gymnasium angekommen. Bis mit dem Testen begonnen werden kann, dauert es aber noch. Denn es gibt Planungsbedarf.

Die Spannung steigt, als Hans-Detmar Pelz, stellvertretender Schulleiter am Adalbert-Stifter-Gymnasium in Castrop-Rauxel, eines der Pakete öffnet. Darin: jede Menge Schnelltests in 25er-Packs. „Die Lieferung ist heute ganz frisch gekommen“, erzählt Pelz am Mittwochmittag. Wir sind beim Auspacken mit dabei.

Seit Montag findet an den Schulen in Castrop-Rauxel wieder Wechselunterricht statt. Die Schnelltests, die in dieser und der nächsten Woche zur Verfügung stehen sollten, wurden am Mittwoch geliefert. Etwa 1000 Stück befinden sich in den Paketen für das Adalbert-Stifter-Gymnasium. Damit könne man bis zu den Osterferien jeden Schüler aber nur einmal testen, meint Pelz. Wie es danach weitergeht, sei offen.

Teil der Tests kann nicht verwendet werden

Neben den Schnelltests für die Schüler befindet sich in den Paketen auch eine Packung Schnelltests, die gar nicht verwendet werden kann. Diese müsse entfernt oder vernichtet werden, so die Anweisung. Warum genau ein Teil der gelieferten Tests nicht verwendet werden kann, sei Pelz nicht klar, sagt er. Es handele sich bei dem Set vermutlich um Tests, die für jüngere Schüler nicht geeignet seien.

Hans-Detmar Pelz, stellvertretender Schulleiter am Adalbert-Stifter-Gymnasium, öffnet das Paket mit den Schnelltests.
Hans-Detmar Pelz, stellvertretender Schulleiter am Adalbert-Stifter-Gymnasium, öffnet das Paket mit den Schnelltests. © Katharina Roß © Katharina Roß

Geplant ist, dass die Schülerinnen und Schüler nach den Ferien einmal pro Woche in den Klassen getestet werden. Da die Schüler momentan im Wechsel unterrichtet werden, sollen am Adalbert-Stifter-Gymnasium also 500 Schüler gleichzeitig getestet werden. „Das wird eine logistische Herausforderung“, meint Pelz. „Es ist uns etwas unwohl, das überhaupt in so großer Anzahl zu machen.“

Die Schüler werden dabei in ihren derzeit halbierten Klassen getestet, also maximal 15 Schüler in einem Raum. Die teilt man wiederum in zwei Gruppen auf. Und danach heißt es dann erstmal abwarten: 15 bis 30 Minuten müssen die Schüler auf das Testergebnis warten. „In dieser Zeit kann Unterricht möglich sein“, meint Pelz.

Bei positivem Ergebnis: Unterricht geht normal weiter

Doch was passiert bei einem positiven Ergebnis? Dafür hat Pelz ein Diagramm für seine rund 80 Lehrer-Kollegen erstellt, in dem er die Vorgehensweise genau darstellt: Der betroffene Schüler soll isoliert und nach Hause geschickt werden. Die Eltern sollen den Hausarzt kontaktieren, um einen PCR-Test machen zu lassen.

Das Gesundheitsamt kontaktiert die Schule zu diesem Zeitpunkt jedoch noch nicht. Denn für Quarantäne-Verordnungen und andere Maßnahmen gilt nach wie vor der PCR-Test als Standard.

Für die übrigen Schüler geht der Unterricht normal weiter. So normal wie möglich zumindest. Erst wenn auch der PCR-Test positiv ist, müssen andere Schüler eventuell in Quarantäne. Ob der Unterricht nach einem positiven Test aber wirklich regulär weitergehen kann, sieht Pelz gerade bei jüngeren Schülern skeptisch: „Da wird die Aufregung in der Klasse groß sein“, meint er.

Bis die ersten Schnelltests durchgeführt werden, dauert es noch ein paar Tage. „Wir haben jetzt das erste Mal diese Tests gesehen, das ist für uns Neuland“, sagt Pelz. Man müsse sich jetzt erst in das Thema einfuchsen.

Die erste Testreihe läuft am ASG wohl in der kommenden Woche. Danach sind zwei Wochen Osterferien.