Es kommt Pfeffer in den Bürgermeisterwahlkampf

FDP-Mann sorgt für Spott

Seit Wochen dümpelte der Wahlkampf in Castrop-Rauxel vor sich hin. Jetzt ist ein bisschen mehr Pfeffer drin. Spätestens, seit Mario Rommel (Freie Union) seine für seine Bürgermeister-Kandidatur gesammelten Stimmen nicht anerkannt bekam. Für Spott sorgte unterdessen FDP-Kandidat Nils Bettinger.

Castrop-Rauxel

, 28.07.2015, 17:44 Uhr / Lesedauer: 1 min
Bürgermeisterkandidat Nils Bettinger (r.) hat mit dem Standort eines seiner Plakate völlig daneben gelegen.

Bürgermeisterkandidat Nils Bettinger (r.) hat mit dem Standort eines seiner Plakate völlig daneben gelegen.

32 Stimmen wurden laut Aussage des Kandidaten der Freien Union im Rathaus nicht für okay befunden. 250 waren bekanntlich notwendig für eine Kandidatur. Im Gespräch mit unserer Zeitung zeigte sich Rommel empört. „Wenn man die Bewerberzahl so dezimiert, ist das ein Fall für die Öffentlichkeit.“ Über die Kandidaturen wird offiziell der Kommunalwahlausschuss befinden, der am Dienstag um 17 Uhr im Rathaus tagt.

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Hat Rommel mit einer möglichen Beschwerde keinen Erfolg – drei Tage hat er Zeit, um beim Kreis Einspruch einzulegen – wären es dann nur noch fünf Kandidaten, die am 13. September um die Nachfolge von Bürgermeister Johannes Beisenherz (SPD) ins Rennen gehen. Nämlich Rajko Kravanja (SPD), Michael Breilmann (CDU/FWI), Manfred Fiedler (Grüne), Nils Bettinger (FDP) und Hakan Sönger (Linke).

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Für reichlich Resonanz und auch ein bisschen Spott sorgte FDP-Mann Bettinger. Für sein erstes Plakat im XXL-Format hatte er sich ausgerechnet eine der mächtigen Gabionen im Kreuzungsbereich von Bahnhofstraße und Klöcknerstraße ausgesucht. Nicht der durchaus originelle Slogan kam quer, sondern der Stand- bzw. Hängepunkt.

Plakat an der falschen Stelle aufgehängt

Dort Plakate oder Spruchbänder anzubringen, ist strikt untersagt. Auch aufgrund der Verkehrssicherheit. Darauf hat der zuständige Stadtbetrieb EUV schon vor geraumer Zeit hingewiesen (wir berichteten).

EUV-Chef Michael Werner will da keine Ausnahmen dulden. Auch bei Glückwünschen zur Volljährigkeit oder anderen Nettigkeiten müssen die Spruchbänder prompt wieder entfernt werden.

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