Wenn nicht gerade ein Sturm dafür sorgt, dass die Mülltonne unplanmäßig geleert wird, ist der EUV dafür zuständig. Und lässt sich das ab 1. Januar teurer bezahlen. Das gilt auch für Straßenreinigung und Entwässerung. © Christian Püls
Gebührensteigerung

EUV-Pläne: Müllabfuhr, Straßenreinigung und Entwässerung werden teurer

Alles wird teurer. Gaspreise steigen, Benzinpreise galoppieren. Und nun erhöht der Stadtbetrieb EUV zum 1. Januar auch noch die Gebühren für Müllentsorgung, Straßenreinigung und Entwässerung.

Der Stadtbetrieb EUV wird zum neuen Jahr bei den drei wichtigen Posten Müllentsorgung, Straßenreinigung und Entwässerung an der Gebührenschraube drehen.

Müllabfuhr wird angehoben

Nach der Gebührenbedarfsberechnung in Sachen Müllabfuhr, die der EUV am Mittwoch (24.11.) um 17 Uhr dem Verwaltungsrat im Ratssaal vorlegen wird, ist für das Jahr 2022 eine Erhöhung der Müllgebühr um fast 3 Prozent vorgesehen.

Ein Liter Abfall kostet den Gebührenzahler dann 2,14 Euro (2,08 Euro in diesem Jahr). Die Notwendigkeit einer Erhöhung resultiere dabei überwiegend aus den Mehraufwendungen für die Kreisentsorgungsgebühr, Mehraufwendungen für die Personalkosten sowie höheren Ausgaben für Energie und Treibstoffe.

Damit ergibt sich für 2022 folgende Gebührenregelung (in Klammern 2021):

Bei 14-täglicher Leerung ohne Eigenkompostierung

80 Liter: 171,20 Euro (166,40)

120 Liter: 256,80 Euro (249,60)

240 Liter: 513,60 Euro (499,20)

360 Liter: 770,40 Euro (748,80) usw.

Bei 14-täglicher Leerung mit Eigenkompostierung

80 Liter: 145,52 Euro (141,44)

120 Liter: 218,28 Euro (212,16)

240 Liter: 436,56 Euro (424,32)

360 Liter: 654,84 Euro (636,48) usw.

Straßenreinigung steigt um gut 3 Prozent

Die Straßenreinigungsgebühren steigen zum 1. Januar 2022 ebenfalls, und zwar um gut 3 Prozent. Dann sollen folgende Straßenreinigungsgebühren je Frontmeter Grundstück in Castrop-Rauxel gelten (in Klammern der Preis in diesem Jahr):

Reinigungsklasse 1: 4,57 Euro (4,43 Euro)

Reinigungsklasse 2: 50,27 Euro (48,73 Euro)

Reinigungsklasse 3: 4,57 Euro (4,43 Euro)

Reinigungsklasse 4: 50,27 Euro (48,73 Euro)

Reinigungsklasse 5: 4,57 Euro (4,43 Euro)

Reinigungsklasse 6: 54,84 Euro (53,16 Euro)

Reinigungsklasse 8: 31,99 Euro (31,01 Euro)

Für die Winterwartung wird zusätzlich eine Benutzungsgebühr erhoben. Diese Gebühr je Frontmeter beträgt künftig jährlich für alle Reinigungsklassen einheitlich 1,60 Euro (Vorjahr 1,59 Euro). Ausgenommen ist nur die Reinigungsklasse7, denn in der müssen die Anlieger Straßenreinigung und Winterwartung komplett selber übernehmen.

Entwässerung wird 2022 auch teurer

Bei den Entwässerungsgebühren gibt es zwei Besonderheiten. Einmal will der EUV bekanntlich beim Gartenwasser tätig werden. Bei der Messung des Frischwasserverbrauchs, das nicht in die öffentliche Kanalisation eingeleitet wird, sollen die Grundstücksbesitzer künftig fest verbaute Wasserzähler nutzen müssen.

Außerdem will man die überbauten Grundstücksflächen neu erfassen und setzt dabei auf die eigene Auswertung von Luftbildern. Die überbauten Flächen bilden nämlich die Grundlage für die Berechnung des Niederschlagswassers, das von Privatgrundstücken in die Kanalisation gelangt.

Sowohl bei der Gebühr für dieses Niederschlagswassers als auch beim Schmutzwasser will der EUV an der Gebührenschraube drehen. Ab dem 1. Januar 2022 soll der Entwässerungsgebühren-Katalog wie folgt angepasst werden (in Klammern der Preis von 2021):

Schmutzwasser je Kubikmeter: 2,81 Euro (2,75 Euro)

Niederschlagswasser, Grundstücksfläche je Quadratmeter: 1,13 Euro (1,11 Euro)

Die Schmutzwassergebühr steigt somit zum neuen Jahr um 2,18 Prozent an und die Niederschlagswassergebühr um 1,80 Prozent im Vergleich zur letzten Anpassung zum Veranlagungsjahr 2020.

Über den Autor
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
1961 geboren. Dortmunder. Jetzt in Castrop-Rauxel. Vater von drei Söhnen. Opa. Blogger. Interessiert sich für viele Themen. Mag Zeitung. Mag Online. Aber keine dicken Bohnen.
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Thomas Schroeter

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