Superintendent blickt zurück: Wichtige Impulse im Kongo bekommen

Evangelische Kirche

Mit dem ersten Advent beginnt das neue Kirchenjahr – passend dazu gibt Superintendent Reiner Rimkus sein Amt ab. Die Corona-Pandemie bestimmt dieses Ereignis.

Castrop-Rauxel

, 26.11.2020, 14:55 Uhr / Lesedauer: 2 min
Reiner Rimkus gibt nach 16 Jahren das Amt des Superintendenten ab.

Reiner Rimkus gibt nach 16 Jahren das Amt des Superintendenten ab. © Ev. Kirchenkreis

Es wird ein Gottesdienst nur mit geladenen Gästen sein, bei dem der Evangelische Kirchenkreis Herne-Castrop-Rauxel die Übergabe des Amts des Superintendenten feiert. Die Corona-Pandemie bestimmt auch diesen Termin, genauso wie sie in den vergangenen Monaten die Arbeit der Kirche schwierig gemacht hat.

Der Termin passt: Am ersten Advent beginnt das neue Kirchenjahr. Am 1. Dezember startet Pfarrerin Claudia Reifenberger in ihrem Amt. Dr. Annette Kurschus, die Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, kommt am 5. Dezember 17 Uhr, für die Einführung von Claudia Reifenberger und die Entpflichtung des Superintendenten Reiner Rimkus zu einem Gottesdienst in die Dreifaltigkeitskirche in Herne.

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Reiner Rimkus tritt im Sommer des kommenden Jahres in den Vorruhestand ein. In den Monaten bis dahin wird er seine Erfahrungen als Gemeindepfarrer und Superintendent im Institut für Gemeindeentwicklung und missionarische Dienste der Evangelischen Kirche von Westfalen einbringen. Rimkus blickt auf 16 Dienstjahre als Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Herne zurück.

In 16 Jahren gab es viele weitreichende Veränderungen

In dieser Zeit ging es immer wieder um Strukturfragen, nicht selten verbunden mit Sparkonzepten. Dazu gehörten Kooperationen mit den Nachbarkirchenkreisen Gelsenkirchen und Bochum, der Umzug des Kreiskirchenamtes, Gemeindezusammenlegungen, die Einführung eines neuen Systems für die Finanzbuchhaltung – um nur einige weitreichende Veränderungen zu nennen.

„Mir war aber immer wichtig, dass die Verkündigung des Evangeliums, was unser eigentlicher Auftrag als Kirche ist, dahinter nicht zurücksteht“, so Rimkus. „Dazu gehört auch unser Einsatz für Frieden, Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung, weswegen ich mich für die Arbeit von Eine-Welt-Zentrum, Schuldnerberatung oder Zeppelin-Zentrum immer stark gemacht habe.“

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Gerne erinnere sich der scheidende Superintendent auch an seine beiden Besuche des Herner Partnerkirchenkreises Bukavu im Kongo. „Es ist ein Unterschied, ob man Berichte über Armut und Kriegsfolgen im Fernsehen sieht oder mit betroffenen Menschen in Kontakt kommt“, so Rimkus. „Es war beeindruckend zu erleben, welch wichtige Rolle die Kirche dort spielt – beispielsweise als Trägerin von Schulen, Jugendeinrichtungen oder Ausbildungszentren.“

Ökumenische Kreiskirchentage sind in guter Erinnerung

Er habe hier Impulse für die kirchliche Arbeit vor Ort bekommen, weil der Einsatz für Gerechtigkeit in der Welt vor unserer Haustür beginne. „Unsere Einstellung Flüchtlingen gegenüber gehört ebenso dazu wie unser Konsumverhalten.“ Auch die ökumenischen Kreiskirchentage in Herne und Castrop-Rauxel mit den großen Gottesdiensten in der Akademie Mont Cenis oder das Reformationsjubiläum 2017 nannte Rimkus als unvergessliche Höhepunkte seiner Amtszeit.

Claudia Reifenberger ist die neue Superintendentin.

Claudia Reifenberger ist die neue Superintendentin. © Ev. Kirchenkreis

Letztlich freue ihn aber vor allem der Einsatz von vielen evangelischen Christen in Herne, Wanne-Eickel und Castrop-Rauxel, den er habe erleben dürfen. „Ich bin sehr dankbar für die Begegnung mit Menschen, die sich in unserem Kirchenkreis mit ihren Gaben und Fähigkeiten haupt- oder ehrenamtlich einbringen – in den Gemeindegruppen, den Kindertagesstätten, der Jugendarbeit oder der Diakonie“, sagte er.

„Das große Potenzial der Gemeinden und Fachdienste wurde in einer Visitation der Landeskirche unmittelbar vor dem ersten Lockdown infolge der Corona-Pandemie im März deutlich und von den Mitgliedern der Delegation ausdrücklich wertgeschätzt.“

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