EvK tanzt sich Corona-Druck von der Seele und wird im Netz dafür gefeiert

Evangelisches Krankenhaus

Der Druck auf die Mitarbeiter in den Krankenhäusern ist durch das Coronavirus hoch. Im Evangelischen Krankenhaus in Castrop-Rauxel hat man sich nun ein spezielles Ventil gesucht: Man tanzte.

Castrop-Rauxel

, 22.01.2021, 11:15 Uhr
Auf dem Parkdeck, in den Fluren, im Labor: Das EvK tanzte mit mehr als 100 Mitarbeitern die Jerusalema Dance Challenge. Ein Oberarzt schnitt aus 85 Videos einen 6-Minuten-Clip zusammen, der besondere Einblicke ermöglicht.

Auf dem Parkdeck, in den Fluren, im Labor: Das EvK tanzte mit mehr als 100 Mitarbeitern die Jerusalema Dance Challenge. Ein Oberarzt schnitt aus 85 Videos einen 6-Minuten-Clip zusammen, der besondere Einblicke ermöglicht. © EvK

Das Coronavirus setzt vor allem Menschen unter großen mentalen und auch körperlichen Druck, die direkt mit Covid-Patienten zu tun haben oder generell im Gesundheitssystem arbeiten. Das Evangelische Krankenhaus in Herne und Castrop-Rauxel hat sich nun den Druck von der Seele getanzt und ein Video zum Jerusalema-Song produziert, das im Internet gefeiert wird.

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Über 100 EvK-Mitarbeiterinnen und einige wenige männliche Mitarbeiter „bekunden ihre Solidarität bei Jerusalema-Dance-Challenge“, heißt es dazu aus der EvK-Verwaltung. Corona-Zeiten seien schwierige Zeiten. Umso wichtiger sei da der Zusammenhalt unter den Kollegen.

85 einzelne Videos zu einem Clip verarbeitet

Die Gemeinschaftsaktion ist nun ein zusammengeschnittener Clip aus 85 Einzel-Videoaufnahmen quer durch alle Kliniken, Arbeitsbereiche und Berufsgruppen. Sogar die Feuerwehr und der Rettungsdienst ist mit der Drehleiter dabei.


Ein ganzes Krankenhaus tanzt, trotz Corona oder gerade wegen Corona. Denn die weltweit laufende „Jerusalema Dance Challenge“ ist eine Solidaritätsaktion, die allen Menschen Zusammenhalt, Zuversicht und Lebensfreude vermittelt. Die Videos wurden in Kliniken, auf Stationen oder Arztpraxen aufgenommen, von Afrika bis Amerika, von Schweden bis Spanien, zu sehen in Sozialen Medien und auf YouTube.

Ausgangspunkt war eine Stationsleiter-Sitzung

„Die Idee dahinter hat uns so gut gefallen, dass wir bei einer Sitzung aller Stationsleitungen im Oktober 2020 spontan beschlossen, an dieser Challenge teilzunehmen“, sagt Eva Schunke, Stationsleiterin im Therapiezentrum der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik. Gemeinsam mit Denise Fuhrmann, Stationsleitung der Neurologie, nahm sie das Projekt in die Hand und startete einen Aufruf.

„Ich weiß es sehr zu schätzen, dass unsere Mitarbeitenden so viel Einsatz zeigen, um anderen Menschen Zuversicht zu vermitteln.“
Gerhard Glock, Verwaltungsdirektor des EvK Castrop-Rauxel

Gerhard Glock, Verwaltungsdirektor des EvK Castrop-Rauxel © Archiv

Wäscherei, Labor, Handwerker, Notaufnahme, Geriatrie und Psychiatrie, Innere Medizin und Chirurgie, Pflege und Ärzte, Therapeuten und Verwaltung – sie alle haben mitgemacht und über Wochen mit ihren Handys 85 Videos aufgenommen. Oberarzt Lucas Hellwig (Innere Medizin und Altersmedizin) hat daraus ein sechsminütiges Video zusammengeschnitten. Das ist seit dieser Woche auf der Facebook-Seite des EvK und bei YouTube zu sehen. Bei Facebook wurde es von über 500 Menschen mit „Gefällt mir“ markiert. Bei YouTube schauten es Tausende an.

„Es hat uns gut getan, gemeinsam eine solche Aktion zu starten und es hat uns Freude gemacht, mit dem Video einen kleinen Einblick in unser EvK zu bieten“, sagt stellvertretend Verwaltungsdirektor Gerhard Glock. „Ich weiß es sehr zu schätzen, dass unsere Mitarbeitenden so viel Einsatz zeigen, um auch anderen Menschen in dieser Zeit Mut zu machen und Zuversicht zu vermitteln.“

Auch Videos aus einzelnen Abteilungen tauchen bei YouTube auf, zum Beispiel aus der Zentralen Notaufnahme.


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