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"Fassen Pflaster nicht an"

CASTROP-RAUXEL Der Umbau der Altstadt schlägt Wellen. Schelte von Jan Bormann, Kritik in Leserbriefen, gar der Versuch von Meinolf Finke, einen Ratsbeschluss beanstanden zu lassen: Jetzt will der Bürgermeister Klartext reden.

von Von Ilse-Marie Schlehenkamp

, 26.02.2008 / Lesedauer: 2 min
"Fassen Pflaster nicht an"

Das Konzept für den Altstadt-Umbau liegt jetzt vor.

Für Mittwochnachmittag dieser Woche hat Johannes Beisenherz zu einem Pressegespräch über "aktuelle kommunalpolitische Themen" eingeladen. Dabei soll es, wie Bürgermeister-Referent Uwe Bonsack gestern Vormittag bestätigte, um die Umsetzung des "Stadt macht Platz"-Prozesses, die Entwicklung der Langen Straße und den geplanten Moschee-Bau der beiden DiTiB-Gemeinden gehen.

Stolperfallen sollen beseitigt werden

Auf Anfrage unserer Zeitung stellte Bonsack vorab klar, dass "das Pflaster in der Altstadt nicht angefasst wird". Dies sei seit geraumer Zeit klar gewesen. Ebenso klar sei, dass die Attraktivierung der Altstadt in drei Maßnahmenpaketen angepackt werden solle. Das erste davon in diesem Jahr. Und das ziele auf Mobiliar, sprich Blumen, und auf ein Licht-Konzept ab. Wenn von Pflasterarbeiten die Rede sei, dann höchstens davon, dass auch die vom Arbeitskreis Bürgerfreundliche Altstadt häufig monierten "Stolperfallen" beseitigt werden sollten. In der verwaltungsinternen Projektgruppe Stadtentwicklung, zu der u.a. der Technische Beigeordnete Heiko Dobrindt und Stadtentwickler Martin Oldengott gehören, soll es laut Bonsack heute um die Feinheiten des ersten Maßnahmen-Paketes gehen.

Schon vor drei Jahren hatten die Altstadt-Pläne für mächtigen Wirbel gesorgt, bevor sie in modifizierter Form zunächst wegen mangelnder Finanzierungs-Aussichten auf Eis gelegt worden waren. Das Bochumer Planungsbüro wbp, das sich u.a. mit "Wasserbändern" weit aus dem planerischen Fenster gelehnt hatte, bekam seinerzeit von der rot-grünen Koalition im Rat einen ganz gezielten Gestaltungskatalog an die Hand.

Protestbrief auf dem Weg zum Kreis recklinghausen

Darin waren die Baumreihen auf dem Markt ebenso enthalten wie die Forderung nach Spielmöglichkeiten für Kinder. Und Alternativen für den Lambertusplatz mit Integration des Bormann-Brunnens. Der Protestbrief von Meinolf Finke, an den Regierungspräsidenten gesandt, ist derzeit auf dem Postweg von Münster zum Kreis Recklinghausen - als zuständiger unterer Aufsichtsbehörde.

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