FDP fordert mehr Fahrradstraßen für Castrop-Rauxel

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Nils Bettinger, Fraktionsvorsitzender der FDP, will die Verkehrswende vorantreiben. Er schlägt vor, dass unter anderem der Biesenkamp zur Fahrradstraße werden soll.
Nils Bettinger, Fraktionsvorsitzender der FDP, will die Verkehrswende vorantreiben. Er schlägt vor, dass unter anderem der Biesenkamp zur Fahrradstraße werden soll. © Marcia Kühler / Montage: Klose
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Eigentlich hatten sich SPD und Bündnis 90 / Die Grünen im Koalitionsvertrag geeinigt. „Sichere Radwege und mehr Fahrradstraßen“ sind zwei der Ziele, die die Parteien für Castrop-Rauxel formuliert haben. Geschehen ist bislang wenig.

Die FDP möchte Schwung in die Sache bringen und die Koalition bei der Umsetzung der Pläne anspornen. Dafür stellen die Liberalen einen Prüfantrag. Dieser soll in zwei Betriebsausschusssitzungen diskutiert und anschließend in der Ratssitzung nach Möglichkeit beschlossen werden.

Fahrradstraßen vor allem in Wohngebieten und der Castroper Altstadt

Die FDP schlägt eine Reihe von Straßen in Castrop-Rauxel vor, die ihrer Meinung nach umgewidmet werden sollten. Im Altstadtring sollten demnach Löns- und Mühlenstraße sowie der Biesenkamp in eine Radstraße umgewidmet werden. Außerdem schlagen die Liberalen vor, den gesamten Eichenweg und die Schulstraße bis zum Ende, wo sie auf die Bahnhofstraße trifft, zur Fahrradstraße zu machen.

Auch für die Obere Münsterstraße, vom Altstadtring bis zum Münsterplatz, sehen die Antragsteller Potenzial für eine Umwidmung zu Gunsten der Zweiradfahrer.

Zur Debatte stehen zudem die Verbindungsstraßen zwischen Dortmunder und Mengeder Straße, und zwar die Grimbergstraße bis zur Bodelschwingher Straße.

Im Antrag stehen weitere Wohnstraßen zur Diskussion: Straßburger Allee, Wakefieldstraße und Dorfstraße in Frohlinde führen im Grunde nur entlang der Wohnbebauung. Vom Friedhof Habinghorst ausgehend entlang der Heerstraße, Alemannenstraße, Cheruskerstraße und Keltenstraße schlagen die Liberalen ebenfalls Fahrradstraßen vor.

Der Fraktionsvorsitzende Nils Bettinger begründet den Antrag damit, dass mehr Fahrradstraßen zur Verkehrswende beitrügen. Dass dies nicht überall in Castrop-Rauxel sinnvoll ist, sei klar. Aber: Die vorgeschlagenen Gebiete sollten einmal „durchdacht“ werden, heißt es im Antrag.

Am 10.2. (Donnerstag) und am 11.2. (Freitag) wird der Antrag in den Betriebsausschusssitzungen zur Debatte stehen. Der Rat tagt am 18.2. (Freitag). Die Ratsmitglieder können dann darüber abstimmen, ob die Stadtverwaltung damit beauftragt wird, zu prüfen, ob die vorgeschlagenen Straßen umgewidmet werden können.