FDP spricht Klartext zum Marktplatzpflaster: Stadtbetrieb EUV hat nicht Wort gehalten

Altstadt

Das Marktpflaster in der Altstadt gilt nicht als pflegeleicht. Dass der EUV noch keine maschinelle Reinigungsmöglichkeit gefunden hat, sorgt bei der FDP Castrop-Rauxel für Unverständnis.

Castrop

, 05.02.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
FDP spricht Klartext zum Marktplatzpflaster: Stadtbetrieb EUV hat nicht Wort gehalten

Stark verschmutztes Marktplatzpflaster: So sah es etwa nach der 2017er-Auflage von Castrop kocht über rund um den Reiterbrunnen aus. © Ann-Kathrin Gumpert

Der Castroper Marktplatz hat sich seit seiner Neugestaltung immer wieder als anfällig für Verschmutzungen erwiesen. Das neue Pflaster war nach mehreren Großveranstaltungen wie der Kirmes oder „Castrop kocht über“ mit hässlichen dunklen Flecken verunziert.

Dreck lässt sich nicht immer völlig vermeiden, wenn viele Menschen zusammen kommen und es dabei Essen und Trinken gibt und geraucht wird. Eigentlich sollte ein Pflasterbelag auf einer viel genutzten öffentlichen Fläche dafür ausgelegt sein, solchen Dreck entweder zu schlucken oder so leicht zu reinigen sein, dass Schmutz sich unkompliziert entfernen lässt.

Reinigung war Thema in der Planungsphase

Bei der Neugestaltung des Castroper Marktplatzes war bereits in der Planungsphase die Reinigung des Pflasters ein Thema, sagt jetzt der FDP-Fraktionsvorsitzender Nils Bettinger nach unserer Berichterstattung darüber, dass der Stadtbetrieb EUV immer noch kein maschinelles System finden konnte, mit dem sich der Platz reinigen lässt.

Wie Bettinger weiter ausführt, habe der EUV dabei stets versichert, dass das Pflaster problemlos zu reinigen sei. Auch als die ersten Versuche scheiterten, habe es auf Nachfrage stets geheißen, dass eine Lösung quasi vor der Tür stehe.

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„Wir nehmen zur Kenntnis, dass der EUV hier nicht Wort halten konnte, aber offensichtlich auch nicht in der Lage ist, seine Fehleinschätzung offen einzugestehen“, so der Freie Demokrat. Und weiter: „Stattdessen spricht man nach Jahren nun immer noch davon, dass man weitere Reinigungsmethoden ausprobieren wolle. Richtig ist doch, dass der EUV von falschen Annahmen ausging und in Bezug auf die Reinigung der Flächen nicht liefern kann“, fasst Bettinger zusammen.

Bettinger zweifelt an der Kosten-Aussage

Dabei stört den Kommunalpolitiker nach eigenen Worten vor allem, dass EUV-Sprecherin Sabine Latterner von unserer Redaktion mit den Worten zitiert wird, für Bürger und Gebührenzahler entstünden keine Mehrkosten.

„Das soll mir mal jemand erklären“, so Bettinger, „wie man einen großen Marktplatz händisch reinigt, ohne dass dabei Mehrkosten entstehen..

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Denn andere Flächen würden ja effizient in kurzer Zeit mit Maschinen gereinigt. Wenn dieselben Maschinen den Marktplatz reinigen könnten, müsse das Geld einsparen, ist sich Bettinger sicher. Nils Bettinger meint, der EUV müsse wissen, dass sich die Bürger und die Politik bei solchen Aussagen schnell verschaukelt fühlten.

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