FDP unterstützt Rajko Kravanja bei der Bürgermeister-Stichwahl

rnKommunalwahl 2020

Bürgermeister Rajko Kravanja kann sich bei der Stichwahl der Unterstützung der FDP sicher sein. Im Gegenzug möchte Kravanja auf Expertise der Liberalen in einem speziellen Segment zurückgreifen.

Castrop-Rauxel

, 18.09.2020, 20:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Vertrauensvoll, überparteiliche Zusammenarbeit, vernünftig – die Vertreter von FDP und SPD waren auf Harmonie bedacht bei einem kurzen gemeinsamen Pressetermin vor dem Reiterbrunnen auf dem Marktplatz in der Altstadt am Freitagnachmittag (18.9.).

Was schon zu vermuten war, seitdem am späten Donnerstagabend die Einladung zu einer gemeinsamen Pressekonferenz von Sozialdemokraten und Liberalen eingetroffen war, bestätigte sich am Tag drauf: Die Castrop-Rauxeler FDP unterstützt Amtsinhaber Rajko Kravanja bei der Stichwahl um das Bürgermeisteramt am 27. September.

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Offiziell teilten das die FDP-Stadtverbandsvorsitzende Anne Krüger und der FDP-Fraktionsvorsitzende Nils Bettinger bei dem Termin mit Kravanja und der Castrop-Rauxeler SPD-Vorsitzenden Lisa Kapteinat mit.

Kooperation bei Wirtschaft und Digitalisierung

Bettinger sagte, man habe in den vergangenen Tagen viel mit der SPD gesprochen. Kravanja habe das Angebot gemacht, dass die FDP in Sachen Wirtschaft und Digitalisierung künftig mehr „ausrichten“ könne. Dieses Angebot nehme man gerne an und empfehle im Gegenzug den Bürgern, Kravanja bei der Stichwahl zu wählen.

Anne Krüger erklärte, man habe in der vergangenen Ratsperiode bereits „eine gewisse Phase“ gut zusammengearbeitet.

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Die Empfehlung für Kravanja sei weder der Vorbote für eine mögliche Koalition im Rat, noch ändere sie etwas an der Zustimmung der FDP bei der Landratswahl für Bodo Klimpel. Der geht für CDU und FDP gemeinsam ins Rennen. Das sei kein Widerspruch. „Wir unterstützen einfach die besten Leute“, so Krüger.

Kravanja: Kompetenz der FDP mitnehmen

Rajko Kravanja erklärte: „Ich freue mich über die Unterstützung der FDP für meine Kandidatur.“ Gerade in den Bereichen Wirtschaft und Digitalisierung gelte es, die Kompetenz der Partei und von Nils Bettinger persönlich mitzunehmen. Es handele sich um „Herzensthemen“ der Liberalen. Die Unterstützung der FDP für seine Kandidatur nannte er ein „Beispiel für überparteiliche Zusammenarbeit“.

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Bei der Bürgermeisterwahl am 13.9. hatte Kravanja 49,3 Prozent der Stimmen geholt. Das waren 185 Stimmen weniger als die absolute Mehrheit. Er geht damit als haushoher Favorit in die Stichwahl gegen Oliver Lind (CDU), der auf 25,1 Prozent der Stimmen gekommen war.

Bettinger: CDU hat sich nicht gemeldet

Bettinger erklärte, von der CDU habe sich seit der Wahl niemand bei ihm gemeldet, um über eine mögliche Zusammenarbeit zu sprechen. Überrascht habe ihn das auch nicht, nachdem Lind schon am Wahlabend gesagt habe, er suche weniger nach Unterstützung von Parteien, sondern direkt bei den Wählern.

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