Feuerwehr will Sirenen in Castrop-Rauxel anbringen

An 28 Standorten

Alarm-Sirenen sollen wieder auf die Dächer Castrop-Rauxels zurückkehren. Bis 2019 plant die Feuerwehr mit stadtweit 28 Standorten, um die Bevölkerung bei einem Brand oder einer Katastrophe alarmieren zu können. Alleine im ersten Quartal 2017 bringt die Stadt drei neue Sirenen an. Das ist nicht günstig.

CASTROP-RAUXEL

, 15.02.2017, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Feuerwehr will Sirenen in Castrop-Rauxel anbringen

Die Sirene auf dem Dach des Gerätehauses der Freiwilligen Feuerwehr Habinghorst an der Dornbachstraße ist seit 2016 wieder einsatzbereit. Bis 2019 sollen 28 Sirenen die Castrop-Rauxeler bei Bränden oder Katastrophen warnen.

Auf der Erich-Kästner-Schule, der Fridtjof-Nansen-Realschule sowie auf der Martin-Luther-King-Schule sollen schon in wenigen Wochen Sirenen vor Gefahren warnen. „Das ist ein erster Schritt in die richtige Richtung“, sagt Dirk Hering, stellvertretender Leiter der Feuerwehr Castrop-Rauxel. Zusammen mit den drei im Vorjahr angebrachten Sirenen an der Wilhelmschule, auf dem Gerätehaus in Habinghorst und an der Elisabethschule gibt es damit sechs Alarm-Sirenen in Castrop-Rauxel.

Im Laufe des Jahres sollen weitere Ortsbegehungen und Beschallungskonzepte zeigen, welche Lücken noch zu schließen sind, damit möglichst viele Castrop-Rauxeler die Sirenen hören können. Um die Verteilung grob festzulegen, hat die Feuerwehr schon im vergangenen Jahr die einzelnen Stadtteile in eine Prioritätenliste eingeordnet.

Feuerwehr hat eine Prioritätenliste erstellt

Rauxel (wegen des Chemieunternehmens Rütgers), Habinghorst und Teile von Ickern stehen ganz oben, dann folgen Bladenhorst, Castrop und Behringhausen, in Stufe drei dann der Rest. Kriterien seien dabei unter anderem die Einwohnerzahl, Gefahrenpotenziale sowie die Lage zur Autobahn.

 

„Eine Mischung aus möglichen Gefahren und hohem Bevölkerungsaufkommen“, erklärt Hering die Liste. Deshalb sei es auch möglich, dass die Stadt gar nicht in allen Stadtteilen Sirenen anbringe. „Wir haben mobile Sirenen, die wir an jedem Auto befestigen können, um die Leute dort zu warnen“, sagt Hering.

Kosten für die Sirenen liegen bei 330.000 Euro

Bis Ende des Jahres möchte die Feuerwehr alle Sirenen in Rauxel, Habinghorst und Ickern anbringen. Aufgestellt werden sollen sie nach Möglichkeit auf städtischen Gebäuden, um die Kosten gering zu halten. Zusammengerechnet kostet das Paket für alle Sirenen 330.000 Euro.

30.000 Euro davon übernimmt das Land als Anschubfinanzierung, den Rest trägt die Stadt. 75.000 Euro sind dafür pro Jahr von 2016 bis 2019 im Haushalt eingeplant. Mit der Aufrüstung von Alarm-Sirenen ist die Stadt Castrop-Rauxel nicht allein. „Wir wollen uns auf Kreisebene gut vernetzen“, sagt Kreissprecher Jochem Manz.

Andere Städte haben Sirenen bereits installiert

Vorreiter seien beispielsweise Marl und Herten, in denen der Aufbau der Alarm-Sirenen nahezu fertiggestellt sei.

Kommt es tatsächlich zum Fall der Fälle, löst die Kreisleitstelle den Alarm aus. Durch die modernen und vernetzten Sirenen können dabei sowohl alle als auch bloß ausgewählte Sirenen Alarm schlagen.

Drei unterschiedliche Signale
Ein auf- und abschwellender Heulton fordert dazu auf, das Radio einzuschalten, um sich über die Lage zu informieren. Ein Dauerton gibt später wieder Entwarnung. Das dreimalige Blasen verkündet Feuerwehr-Alarm. Alle Alarme dauern eine Minute. Der Kreis empfiehlt, die Warn-App „Nina“ zu nutzen. Im Internet kann man sich die Alarm-Typen anhören:

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