Frau bewirft Polizisten in Castrop-Rauxel mit Kot

Verhandlung am Amtsgericht

Eigentlich nicht verwunderlich, dass die Angeklagte der Ladung ins Amtsgericht fern blieb. War der zu verhandelnde Vorwurf doch eine ganz schön peinliche Angelegenheit. Denn hinter dem strafrechtlich einzuordnenden Tatbestand verbarg sich eine mehr als ekelhafte Aktion.

CASTROP-RAUXEL

, 28.08.2016, 13:45 Uhr / Lesedauer: 1 min

Dem jungen Polizisten wird sein Einsatz am 7. Mai dieses Jahres deshalb sicher nur zu gut im Gedächtnis bleiben. Ursprünglich war er zu einem Einsatz gerufen worden, weil der Verdacht eines Einbruchs bestand. Nachbarn hatten Geräusche aus einer Wohnung gehört, obwohl der Mieter nicht daheim sein konnte.

Eine Sorge, die sich schnell als unbegründet herausstellte: Der mutmaßliche Einbrecher hatte Schlüssel und Erlaubnis des Hauptmieters, die Wohnung zu nutzen.

Einsatz war eigentlich schon erledigt

Der Einsatz wäre folglich schon erledigt, hätte nicht eine weitere Nachbarin – die Angeklagte – ihre Wohnungstür geöffnet, um nach dem Grund der Aufruhr zu schauen. Und bot den Polizisten damit den Blick auf ihren Lebensgefährten, der sich in aller Ruhe eine Joint drehte.

Grund für die Ordnungshüter, mal näher nachzuschauen. Das missfiel der Frau jedoch gründlich. Neben derben Beleidigungen griff sie noch zu einer besonders fiesen Waffe: ihrem eigenen Kot. Sie griff sich in die kurze Hose, holte das „Wurfgeschoss“ und zielte auf den Polizisten. Das hat ihn jedoch glücklicherweise verfehlt. Was den Ekel nicht unbedingt mindert, den der Mann in diesem Augenblick verspürt haben muss.

900 Euro Geldstrafe

Weil die Angeklagte durch Abwesenheit glänzte, wurde ein Strafbefehl erlassen. Unter Einbeziehung einer weiteren bereits verhängten Geldstrafe muss die Kot-Werferin nun insgesamt 900 Euro zahlen, wobei die aktuelle Tat mit 60 Tagessätzen zu je 10 Euro zu Buche schlug. Legt sie Widerspruch gegen diesen Strafbefehl ein, wird eine neue Gerichtsverhandlung anberaumt.  

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