Frauenkulturtage packen ein brisantes Thema an

Gewalt-frei leben

Zehntausend Flyer und zahlreiche Plakate künden sie an: die Frauenkulturtage 2011 vom 11. bis 25. März. "Wir haben uns dieses Mal an das heikle, aber leider immer aktuelle Thema 'Gewalt' gewagt", erklärt Gleichstellungsbeauftragte Ingegard Pier.

CASTROP-RAUXEL

von Von Gabriele Regener

, 21.02.2011, 20:31 Uhr / Lesedauer: 1 min
Gleichstellungsbeauftragte Ingegard Pier war von der ersten Stunde der Frauenkulturtage dabei.

Gleichstellungsbeauftragte Ingegard Pier war von der ersten Stunde der Frauenkulturtage dabei.

Sie ist schon von der ersten Stunde dabei. Denn schließlich gehen die 14 Frauenkulturtage bereits zum 22. Mal über die Bühne. Wobei die Bühnen zahlreich sind im Stadtgebiet und die Angebote nicht nur für Frauen sind. "Wir machen keine Frauenkultur, sondern platzieren Frauenthemen, die gesellschaftlich relevant sind", beugt Kulturdezernent Michael Eckhardt möglichen falschen Vorstellungen vor.Monolog einer Mörderin

Die Bühne im WLT-Studio ist der Ort der Eröffnungsveranstaltung am Freitag, 11. März. "Kindsmord" von Peter Turrini steht auf dem Programm. Der Monolog einer jungen Mörderin, die ihr zehn Tage altes Kind tötete, lässt hinter eine bürgerlich aufgeräumte Fassade blicken. Das WLT bietet sowohl einen Einführungsvortrag wie auch eine Diskussion mit der Schauspielerin Caroline Knebel. Der Eintritt ist frei. Kostenlos auch das Angebot der Verbraucherzentrale, die an vier Terminen eine Rechtsberatung für Frauen anbietet. Materialkosten fallen beim Workshop "Arbeiten mit Ton" im Atelier von Ursula Commandeur für jene an, die erleben wollen, mit künstlerischer Tätigkeit Aggressionen und Stress abzubauen. Gewalt an Schulen

Auch das Thema "Gewalt an Schulen" wird angepackt. Wie dieses Referat von Walther Winkelmann, das gemeinsam mit der VHS im Bürgerhaus angeboten wird, setzen die Organisatorinnen der Frauenkulturtage häufiger auf Kooperationsveranstaltungen. So mit dem Bereich Sport und Bäder auch beim Frauenschwimmen, mit dem Frauenball in der Agora die einzigen Veranstaltungen, zu denen Männer keinen Zutritt haben.Kunterbuntes Kochen Eine neue Adresse ist in diesem Jahr auch das Deininghauser Begegnungszentrum, wo zu "Kunterbuntem Kochen" geladen wird. Eine von vielen Gelegenheiten, neue Freundschaften zu knüpfen, neue Anlaufstellen kennen zu lernen. Denn das ist das erklärte Ziel von Ingegard Pier. Und der Erfolg der vergangenen Jahre gibt ihr Recht.

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