Frühlingsmarkt: Premiere macht dem Bürgerverein Mut für weitere Aktionen

„Wir auf Schwerin“

Der Bürgerverein „Wir auf Schwerin“ hatte am Samstag zum ersten Frühlingsmarkt auf den Neuroder Platz eingeladen. Trotz Regens: Die erste soll nicht die letzte Auflage gewesen sein wird.

Schwerin

, 28.04.2019, 10:03 Uhr / Lesedauer: 2 min
Frühlingsmarkt: Premiere macht dem Bürgerverein Mut für weitere Aktionen

Beim Frühlingsmarkt auf Schwerin (v.l.): Martina Bergmann, Angelika Beetz und Jürgen Wischnewski, Vorsitzender des Schweriner Bürgervereins.Fotos (3) Schlehenkamp © Abi Schlehenkamp

Wenn Soleier selig machen, alte Fotos aus der Nachbarschaft rund um Graf Schwerin ein Lächeln ins Gesicht zaubern, hübsche selbst gemachte Dinge den Besitzer wechseln und Menschen ins Gespräch kommen, dann ist Frühlingsmarkt auf Schwerin. Diese des Bürgervereins „Wir auf Schwerin“ feierte am Samstag Premiere auf dem Neuroder Platz.

16 Stände trotzten dem miesen Wetter

Es hat zwischendurch geschüttet wie aus Kübeln, doch am Ende eines durchregneten Tages waren alle zufrieden und sich einig: Auch im nächsten Jahr wird es wieder einen Frühlingsmarkt auf Schwerin geben. 16 Stände mit ihren Betreibern und viele Helfer sorgten dafür, dass das Fazit positiv ausfiel. „Fürs Wetter können wir nichts“, sagte der Vorsitzende des Bürgervereins, Jürgen Wischnewski.

Auf dem Neuroder Platz dabei waren viele Vereine, die auch beim traditionellen Adventsmarkt am Start sind, aber eben auch neue Anbieter und Privatleute. „Das freut uns sehr, es zeigt, dass wir hier auf Schwerin auf einem guten Weg des Miteinanders sind“, so Katrin Lasser-Moryson, stellvertretende Vorsitzende des im vergangenen Jahr gegründeten Vereins.

Frühlingsmarkt: Premiere macht dem Bürgerverein Mut für weitere Aktionen

Alexander war der einzige Trödler auf dem Neuroder Platz. © Abi Schlehenkamp

Alexander (7) war glücklich. Er war das einzige Flohmarkt-Kind, das an diesem Tag trödelte. Unter dem Schutz eines Zeltes zeigte er sich als Verhandlungsprofi. Bücher sind bei dem Erstklässler am teuersten – er hat den Wert des Lesens erkannt. Sein roter Elektroteddy, eine Lampe, gehört jetzt Lilja, dreieinhalb. Und die zwei Cent Wechselgeld, die er herausgab, mussten sein. Mutter Sandra Hoffmann füllt einen Mitgliedsantrag für den Bürgerverein aus. „Wir können hier gemeinsam etwas bewegen“, sagte sie.

Historische Schwerin-Fotos bieten Gesprächsstoff

Am Stand nebenan gab Martina Bergmann, ein Schweriner Urgestein, Angelika Beetz bereitwillig Auskunft, wer die Kinder sind, die auf dem Uralt-Foto von Oma Olschewskis Bude an der Schweriner Straße 10 stehen. Auch Beetz ist gebürtig von Schwerin und an diesem Tag im Einsatz für das Café Pause, das auch einen Stand hat und mit seinen Kooperationspartnern aufmerksam macht auf das Hilfsangebot für Demenzkranke und ihre Angehörigen in der ehemaligen Pestalozzi-Schule an der Bodelschwingher Straße.

Am Stand des Bürgervereins lief derweil der Soleier-Verkauf wie geschmiert. Sogar palettenweise. 150 Eier hatte Jürgen Wischnewski vorbereitet. Und es gab fachkundige Anleitung, wie die Dinger zu essen sind. „Damit sie für ein paar Sekunden selig machen“, sagt der Rechtsanwalt.

Frühlingsmarkt: Premiere macht dem Bürgerverein Mut für weitere Aktionen

Alexander war der einzige Trödler auf dem Neuroder Platz. © Abi Schlehenkamp

Karin Lakenberg aus Merklinde war zum ersten Mal mit ihrem selbsthergestellten Schmuck zu Gast auf dem Neuroder Platz. „Ich komme gerne wieder“, sagte sie. Und Guido Baumann, Administrator der Facebook-Gruppe „Du bist Castroper wenn“ und aktiv vor Ort im Rauxeler Bürgerverein, hatte ein dickes Lob parat. „Ich finde es toll, was die Schweriner hier auf die Beine gestellt haben“, erklärte er.

Die Roten Funken bereiteten unterdessen eifrig Reibeplätzchen, für Gegrilltes sorgte der Schweriner Korfballclub (SKC), die benachbarte Mevlana-Gemeinde bot Köstlichkeiten aus der türkischen Küche. Für kleines Geld wechselten von Edeka Richter gesponsertes Obst und von Blumen Neges gesponserte Blumen den Besitzer.

„Wichtig sind uns die Gespräche und die Vernetzung.“

Am Stand des Weltladens tauschten Edeltraud Kluft und Verena Wahdan Neuigkeiten aus. Kluft, aktiv im Merklinder Bürgerverein, der Freitagabend einen gut besuchten Dorfabend gestaltete, erklärte: „Wichtig sind uns die Gespräche und die Vernetzung.“

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