Fünf teure Projekte des Tierheims Castrop-Rauxel

Hohe Kosten

Neue Wege, neue Tonnen, neues Tempolimit - im Tierheim Castrop-Rauxel hat sich zuletzt schon einiges geändert. 12.000 Euro hat der Tierschutzverein in diese drei Projekte investiert. Für zwei weitere reichen die finanziellen Mittel des Vereins allerdings nicht aus.

CASTROP-RAUXEL

, 04.07.2017, 13:16 Uhr / Lesedauer: 2 min

Projekt 1 - abgeschlossen: Zugang zum Katzenhaus, mehr Platz für Hunde

In den vergangenen Monaten haben Bauarbeiter einen Zaun im Innenhof etwas weiter an den Rand versetzt, um einen Schleusengang zu schaffen: Vom Eingangstor kommt man nun ins Katzenhaus, ohne dass man den zum Teil freilaufenden Hunden auf dem Innenhof direkt begegnet.

Die Auslauffläche dort ist dadurch größer geworden, der Gas-Tank im hinteren Teil ist auch optisch verkleidet. Nur für den Gang ins Kleintierhaus muss man nun noch direkt über den Innenhof gehen.

Die Sparkasse steuerte dazu 5000 Euro bei.

 

Projekt 2 - abgeschlossen: Neuer Platz für stinkende Müll- und Biotonnen

Zusammen mit dem EUV-Stadtbetrieb wurden die etwa zehn stinkenden Müll- und Biotonnen direkt am Eingangstor verlegt. Die sind erstens durch größere Container ersetzt worden – und stehen zweitens auf einer neu gepflasterten Fläche weiter hinten am Haus.

Das helfe auch der Sicherheit der vielen ehrenamtlichen Gassigänger und Tierheimbesucher: Für sie ist der Deininghauser Weg für die Überquerung besser einzusehen, erklärte der Vorsitzende Johannes Beisenherz bei einem Termin vor Ort.

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Projekt 3 - abgeschlossen: Tempo 30 vor dem Tierheim

Zusammen mit der Stadtverwaltung habe man vor dem Tor auch ein 30er-Tempolimit umsetzen können, so Vorsitzender Beisenherz.

Castrop-Rauxels Bürgermeister Rajko Kravanja erklärt: „Gerade bei Trödeln oder Tagen der offenen Tür ist es hier wirklich gefährlich gewesen.“

Sommerfest am 9. Juli 2017
Am Sonntag, 9. Juli, ist Sommerfest. Ab 14 Uhr gibt es im Tierheim am Deininghauser Weg 45. Dabei: Show-/ Fernsehkoch Matthias Ruta unterm Pavillon, Autorin und Katzenexpertin Sabine Ruthenfranz, Stepptanz-Vorführungen, Schlagersängerin Xandra Hag sowie Aloe-Vera- und Fruchtaufstrich-Stände.

Projekt 4 - geplant: Eine Quarantänestation muss her

Eine Baugenehmigung der Stadt liegt dem Tierschutzverein nun für eine neue Quarantänestation vor. Kristina Rummeld, zweite Vorsitzende und „Bauministerin“ des Vereins: „Die brauchen wir, um nach Paragraf 11 des Tierschutzgesetzes ein Tierheim führen zu dürfen.“ Seit 1953 sei man nur geduldet.

Dafür brauche man aber 60.000 bis 70.000 Euro und die habe man nicht allein.

Es gebe zwar einen Fördertopf des Landesamts für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (Lanuv) mit 80 Prozent Förderquote, aber da komme man nur heran, wenn man eine Erlaubnis hat. „Da brauchen wir noch Unterstützung“, so Rummeld.

Einige Fühler, so Vorsitzender Beisenherz, habe man schon ausgestreckt. „Ohne Fördermittel können wir nicht umbauen, ohne Umbau kriegen wir die Genehmigung nach Paragraf 11 nicht.“ Da beißt sich also die Katze in den Schwanz. Rummeld dazu: „Wer ein Tierheim neu baut, bekommt ja auch Fördergeld vorweg...“ Ziel sei, das spätestens im Jahr 2018 umzusetzen.

Projekt 5 - geplant: Zwei Container mit Sanitär, Büro und Hundeküche

Die drei grünen Holzhütten im Innenhof sollen Platz machen für zwei Container: vernünftige Sanitäranlagen und ein Büro mit Besprechungsmöglichkeit sollen her.

Außerdem soll die Hundeküche dorthin umziehen. Mit diesem Projekt mit 5000 bis 6000 Euro Umfang wirbt der Vorstand in den nächsten Wochen bei der Sparkasse um Förderung. Bis 30. August läuft dort die Bewerbungsfrist für gemeinnützige Projekte.

Vergangenes Jahr schüttete das Geldinstitut in Castrop-Rauxel 142.000 Euro vor allem aus den Beiträgen zur PS-Sparlotterie an 80 Projekte aus. „Früher verteilten wir das nach dem Gießkannenprinzip. Jetzt geht das Geld an die, die sich mit einem Förderantrag, auf einer DIN A4-Seite formuliert, an uns wenden“, sagte Vorstand Dr. Peter Lucke. 

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