Gefahren-App "Nina" wird unterschiedlich bewertet

In den App-Stores

Die kostenlose Notfall-App "Nina" soll die Bevölkerung vor Katastrophen warnen. Jetzt ist sie auch im Kreis Recklinghausen aktiv. Das Echo der Nutzer ist jedoch gemischt. Wir haben uns angeschaut, wie die Bewertungen in den App-Stores ausfallen.

KREIS RECKLINGHAUSEN

, 08.01.2017, 20:05 Uhr / Lesedauer: 1 min
Gefahren-App "Nina" wird unterschiedlich bewertet

Die App "Nina" des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) schneidet in den Bewertungen der User unterschiedlich ab.

Zweieinhalb von fünf Sternen bei 442 Bewertungen haben die App-Versionen von Nina im Apple-Store, wo man die App für iPhones herunterladen kann. Die aktuelle kommt im Durchschnitt nur auf zwei Sterne – wenig im Vergleich zu anderen Apps. „Funktioniert sehr gut“ und fünf Sterne kommt ebenso vor wie „Bin zufrieden“ – allerdings mit der Anmerkung, dass es manchmal vier bis fünf Warnungen am Stück gebe, wenn ein Gewitter in der Umgebung ist.

Viermal so häufig wie fünf Sterne vergaben die Nutzer die schlechteste Wertung: einen Stern. Von „Alarmwiederholung nervt“ bis zu „Sinnvoll, aber saugt am Akku“ reichen die Rückmeldungen. Ein Nutzer schreibt: „Unbrauchbar – (fehl)warnt sich zu Tode“.

Android-Version scheint beliebter

Im „Google Play“-Store für Android-Smartphones fallen die 3753 Bewertungen besser aus: 1675 Mal fünf Sterne, 626 Mal ein Stern. „Nachdem anfangs alle Alarme drei- bis viermal wiederholt wurden, scheint das Problem inzwischen behoben“, schreibt ein Nutzer. Auf seine Frage, ob man nicht stadtteilbezogene Alarme beziehen könne, weil er nicht wissen wolle, wenn am anderen Ende der Stadt eine Bombe entschärft werde, reagiert das Bundesamt für Bevölkerungsschutz: „Vielen Dank für den Vorschlag. Ich habe ihn an unsere Techniker weitergeleitet.“

„Hiermit wird die Lücke zwischen fehlendem Sirenennetz und erforderlicher Bürgerinformation geschlossen“, schreibt ein Apple-Nutzer.

Hier gibt es die App:
- Nina steht in den App-Stores für - (LG, Samsung u.a.) und bereit.
- Für Geräte mit Windows-Betriebssystem ist sie nicht verfügbar. „Wir arbeiten an der Version für Windows-Smartphones“, erklärte Julia Lechner von der Pressestelle des Bundesamtes auf Anfrage. Eine Testphase laufe, der Abschluss sei aber noch nicht terminiert.

 

 

So hören sich die Töne an:

Der Warnton ist ein auf- und abschwellender Ton. Bedeutung: Gefahr, Radio anschalten. So hört er sich an:

 

Der Feueralarm ist ein zweimal unterbrochener Ton und nur für die Feuerwehr von Bedeutung. So hört er sich an:

 

Die Entwarnung gibt an, dass die Gefahr vorbei ist. So hört sich der Ton an:

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