Genug Fernweh? Ein Castrop-Rauxeler Maler lädt zu virtueller Weltreise

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Der Castrop-Rauxeler Maler Bernd Pawlowski möchte das Fernweh seiner Mitbürger in der Corona-Zeit lindern und hat einige seiner Bilder für eine virtuelle Weltreise zur Verfügung gestellt.

Castrop-Rauxel

, 20.04.2020, 11:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Reisefreiheit ist wegen des Coronavirus erheblich eingeschränkt. Viele Menschen hätten ansonsten wohl auch die Ostertage oder die Schulferien für Reisen ins Ausland genutzt. Der Castrop-Rauxeler Maler Bernd Pawlowski möchte dem Fernweh seiner Mitbürger ein wenig Abhilfe schaffen und hat unserer Redaktion deshalb Bilder zur Verfügung gestellt, die er auf seinen Weltreisen gemalt hat. Viel Spaß beim Erkunden:

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Virtuelle Weltreise in Coronazeiten mit Bildern von Bernd Pawlowski

Die Reisefreiheit ist wegen des Coronavirus erheblich eingeschränkt. Viele Menschen hätten ansonsten wohl auch die Ostertage oder die Schulferien für Reisen ins Ausland genutzt. Der Castrop-Rauxeler Maler Bernd Pawlowski möchte dem Fernweh seiner Mitbürger ein wenig Abhilfe schaffen und hat den Ruhr Nachrichten eine Auswahl seiner Bilder zur Verfügung gestellt, die er auf seiner Weltreise gemalt hat. Viel Spaß auf der virtuellen Weltreise vom heißen Outback Australiens zur klirrend kalten Arktis.
18.04.2020
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Sydney 80 x 100 Öl –
Die Skyline der australischen Stadt Sydney mit der Altstadt Harbour Rocks, der ikonischen Oper und Harbour Bridge. © Bernd Pawlowski
Australien Outbacks 80 x 60 Aquarell, Collage mit Naturmaterialien –
Ein Oldiewrack vor einem Billabong. Ein Motiv, das in den Outbacks häufiger zu sehen ist. Billabong ist ein Begriff aus der Sprache der Aborigines für ein Gewässer, das sich in der Regenzeit mit Wasser füllt und während der Trockenzeit mehr oder minder stark austrocknet.

© Bernd Pawlowski
Australien Ayers Rock 80 x 60 Acryl mit Strukturmaterial –
Spiegelung im Uluru, wie der Ayers Rock auch genannt wird. "Dieser mächtige Monolith hat auch ein Innenleben: Spalten, Wasserspiegelungen, mystische Orte der Aborigines", erklärt
Bernd Pawlowski.© Bernd Pawlowski
Neuseeland 60 x 80 Aquarell –
Lupinen am Lake Tekapo in Neuseeland. Im Hintergrund ist der Mt. Cook zu sehen. In der Sprache der Maori heißt Neuseeland "Aotearoa", das Land der langen weißen Wolke.
© Bernd Pawlowski
Bora Bora Südsee 50 x 60 Aquarell –
Ein roter Stuhl vor der Hütte, an der Bernd Pawlowski mit seiner Frau gewohnt hat. Sie liegt direkt am Strand einer Lagune.
© Bernd Pawlowski
Cook Islands 50 x 60 Aquarell –
Typische Auslegerboote der Polynesier. Als Polynesier wird eine Gruppe von Völkern bezeichnet, die polynesische Sprachen spricht und zu der unter anderem die Māori auf Neuseeland, aber auch die Bewohner von Hawaii, Tahiti, Samoa, Tonga, der Osterinsel und der östlichen Inseln von Fidschi zählen.
© Bernd Pawlowski
Bali Reisterrassen 50 x 60 Aquarell –
Berge, Vulkane und Reisterrassen (hier bei Telalalan) bestimmen das Bild auf Bali.
© Bernd Pawlowski
Bali Cremation 50 x 100 Öl –
Beerdigungen sind eine besondere Zeremonie auf Bali. Sie werden als fröhliches Dorffest gefeiert. Die Gebeine mehrerer Verstorbener werden gemeinsam in einem prächtigen Schrein zur Verbrennung getragen.
© Bernd Pawlowski
Kasachstan 30 x 40 Öl –
Abendstimmung auf der Hochebene vor dem Khan Tengri, einem 7010 Meter hohen Berg im Tian-Shan-Gebirge in Kasachstan.
© Bernd Pawlowski
Regenwald am Orinoco.

Mit einer Wasserführung von 35.000 Kubikmetern pro Sekunde ist der Orinoco der viertgrößte Fluss der Welt. Mit seiner Länge von 2140 Kilometern liegt er in der Liste der längstem Flüsse der Welt allerdings "nur" auf Platz 41.© Bernd Pawlowski
San Diego 50 x 70 Öl –
Abend im Mexikanischen Dorf in San Diego. Die kalifornische Stadt liegt direkt an der mexikanischen Grenze, deshalb zeigen sich auch viele Einflüsse des US-amerikanischen Nachbarn im Stadtbild.
© Bernd Pawlowski
Kanada 30 x 40 Öl –
Indian Summer an der Georgian Bay/Healey Lake. Als Indian Summer bezeichnet man eine ungewöhnlich trockene und warme Wetterperiode im späten Herbst auf dem nordamerikanischen Kontinent.
© Bernd Pawlowski
Svalbard - Spitzbergen 80 x 60 Öl –
Gletscher im Nebel auf dem 81. Breitengrad. Die Gletscherkanten sind bis zu 60 Meter hoch.
"Wir wollten mit der ,Hanse Explorer', einem 48 Meter langem Eisbrecher mit zwölf Passagieren an Bord, Svalbard im Norden umrunden", erzählt Bernd Pawlowski. Das sei leider aufgrund von starkem Eisgang aus Ost nicht möglich gewesen, sagt der Maler. "Dafür hatten wir das Glück mehrere Eisbären am Land und auf dem Eis zu sehen."
© Bernd Pawlowski
Arktis 80 x 100 Acyl Öl –
"Hinter dem Horizont geht's weiter. Was wir hoffentlich nach dieser Corona Krise auch sagen können", sagt Bernd Pawlowski.
© Bernd Pawlowski

Den Grundstein für seine Reisen legte er in seinem Friseursalon im benachbarten Dortmund. Mit 24 Jahren machte sich der heute 80-jährige Pawlowski als Friseurmeister selbstständig. Und Bernd Pawlowski machte seine Arbeit ziemlich gut. Er nahm an Friseur-Shows und -Wettbewerben teil. Irgendwann an welchen, die international ausgetragen wurden. So kam er in die unterschiedlichsten Länder der Welt.

Bernd Pawlowski gewann Europa- und Weltmeistertitel als Friseur

Er sei in Japan, Brasilien und fast allen europäischen Ländern unterwegs gewesen und brachte Erfolge wie Europa- und Weltmeister-Titel mit, erzählt Pawlowski. Später war er außerdem noch als Freiberufler im Marketing tätig, auch in diesem Beruf in verschiedenen Ländern.

Der Castrop-Rauxeler Maler Bernd Pawlowski hat schon viel von der Welt gesehen.

Der Castrop-Rauxeler Maler Bernd Pawlowski hat schon viel von der Welt gesehen. © Foto Fritsch

Seine Faszination für die Kunst hat ihn dabei immer begleitet. „Das Gestalten mit Ton und Holz, das Malen mit Acryl, Aquarell und Öl war immer ein wichtiger Teil meines Lebens“, sagt Pawlowski. Am Anfang bringt er sich alles selbst bei. In den siebziger Jahren veröffentlicht er seine ersten Bilder. Später studiert Pawlowski Landschaft, Portrait, Akt, Freilandmalerei sowie Öl und Aquarell

Die vielen Reisen, die meisten von ihnen beruflich bedingt, hinterlassen Eindrücke. Bernd Pawlowski hält sie mittlerweile schon lange mit Bleistift, Pinsel und Farbe fest. Manchmal direkt vor Ort, manchmal fertigt Pawlowski Skizzen oder eine Fotografie an, die er später auf die Leinwand bringt.

Bernd Pawlowski, während er in der Arktis ein Bild skizziert.

Bernd Pawlowski, während er in der Arktis ein Bild skizziert. © Bernd Pawlowski

Mal-Reisen auf der ganzen Welt

Mittlerweile geht er wegen der Kunst selbst auf Reisen. Gemeinsam mit Freunden entdeckt er auf Mal-Reisen noch mehr von der Welt – klirrend kalte Regionen wie die Arktis, Grönland und Alaska und wohlig warme Inseln wie Bora-Bora und die Seychellen.

Jedes Bild ist Abbild eines Erlebnisses oder einer Emotion eines Moments. Wie das Bild eines Arktis-Gletschers im Nebel auf dem 81. Breitengrad. „Wir wollten mit der ,Hanse Explorer‘, einem 48 Meter langem Eisbrecher, mit zwölf Passagieren an Bord Svalbard, besser bekannt als Spitzbergen, im Norden umrunden“, erzählt Bernd Pawlowski. Das sei leider aufgrund von starkem Eisgang aus Ost nicht möglich gewesen, sagt der Maler und hat erlebt, dass, wenn manchmal etwas nicht klappt, sich ein anderer Anblick offenbart: „Dafür hatten wir das Glück, mehrere Eisbären am Land und auf dem Eis zu sehen.“

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