Gerüchte um alte Grundschule: Stadt spricht Klartext

Am Grünen Weg

In absehbarer Zeit solle der Schulbetrieb in der ehemaligen Grundschule Grüner Weg wieder aufgenommen werden. So lautete das Gerücht, das in Obercastrop umging. Nun hat die Stadt das Gerücht ins Reich der Fabeln zurückgeschickt. Nur leer bleibt das Gebäude nicht, schließlich ziehen Kita-Gruppen ein.

OBERCASTROP

, 28.11.2015, 06:59 Uhr / Lesedauer: 1 min
Gerüchte um alte Grundschule: Stadt spricht Klartext

Nach gerade einmal neun Jahren schloss die Grundschule Grüner Weg. Doch leer bleibt das Gebäude nicht.

„Im Erdgeschoss des Gebäudes werden zwei Gruppen aus der Kita Swabedoo einziehen, daran hat sich nichts geändert“, erklärte Regina Kleff, Chefin der städtischen Bereiche Jugend und Familie sowie Schule. Das soll wohl am Montag, 4. Januar, passieren. Bis dahin ziehen sich die Umbauarbeiten. Gekostet hat der Umbau des oberen Geschosses rund 60.000 Euro, für die Kita ab U3 unten waren im Haushalt für dieses Jahr 250.000 Euro eingestellt.

Denn noch sind die Klassenräume im Erdgeschoss nicht fit gemacht für den Anspruch der Kitas. Die übrigen Räume der ehemaligen Grundschule werden bereits genutzt: Die Tagesgruppe der Caritas zog im vergangenen Jahr nach den Osterferien mit neun Kindern ein, die Erziehungshilfe der Caritas zog nach den diesjährigen Sommerferien dorthin. Der dritte ehemalige Klassenraum im Obergeschoss wird ebenfalls von der Caritas als Motorik-Raum genutzt.

Auch das Außengelände

Damit wird das gesamte Gebäude für Bildung und Jugend genutzt. Mit dieser Nutzung des Gebäudes sind die nach wie vor drohenden Rückzahlungen von öffentlichen Zuschüssen in Höhe von einer halben Million Euro für die 2004 an den Start gegangene Grundschule vom Tisch. 

Im kommenden Jahr soll das Außengelände für 62.000 Euro für die Bedürfnisse einer Kita hergerichtet werden. „Wir haben diese Lösung von Anfang an verfolgt, aber aus finanziellen Gründen konnten wir sie nicht eher durchsetzen“, erklärt der stellvertretende SPD-Fraktionschef Daniel Molloisch auf Anfrage. Für die Kita Swabedoo an der Bergstraße hat die Stadt noch einen langfristigen teuren Mietvertrag mit der LEG.

Deutlich mehr Schüler

Dennoch steht Castrop-Rauxel auch vor einem Problem: Die Stadt hat deutlich mehr Schüler, als vor Jahren vom Schulentwicklungsexperten Hubertus Schober prognostiziert. Das hat auch mit den jungen Flüchtlingen zutun, die neu in die Stadt gekommen sind.

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