Optiker und Uhrmacher

Geschäftsmann Mues erhält mit 75 seinen zweiten Goldenen Meisterbrief

Ulrich Mues ist Vorsitzender der Senioren Union. Er arbeitet mit 76 Jahren noch im Aufsichtsrat einer Aktiengesellschaft. Und hat jetzt Grund zur Freude über ein besonderes Jubiläum.
Ulrich Mues (r.) und der Inhaber der Castrop-Rauxeler Mues & Sternemann-Filialen, Ulrich Tönsmann, präsentieren gemeinsam den Goldenen Meisterbrief. © Fritsch

Das berufliche Lebenswerk von Ulrich Mues hat in diesem Sommer seine Krönung erfahren: Die Handwerkskammer Dortmund verlieh dem alteingesessenen Geschäftsmann aus Ickern zwei Jahre nach seinem Goldjubiläum als Uhrmachermeister nun auch den Goldenen Meisterbrief im Augenoptiker-Handwerk. Vor 50 Jahren legte der Castrop-Rauxeler seine zweite Meisterprüfung ab.

Die Familientradition als Geschäftsleute begründete Ulrich Mues‘ Großvater Fritz Blankschar, der mit seinem Uhrmachergeschäft in der Münsterstraße 7 schon vor 100 Jahren zur Kaufmannschaft in der Castroper Altstadt zählte.

Feinmechanik und Technik faszinierten auch Enkel Ulrich, der im Oktober 1945 zur Welt kam. Nach dem Abitur in einem Internat in Höxter absolvierte er in Herne eine Ausbildung zum Uhrmacher und kam dort auch früh mit dem Augenoptikerhandwerk in Kontakt, der ihm den Anstoß zu einer zweiten Ausbildung in Letmathe gab.

Erst Uhrmacher, dann auch Optiker

In seiner Gesellenzeit in Gladbeck konnte Mues beide Tätigkeiten miteinander vereinen, doch neigte sich die Waage in Richtung Optik: Eine Weiterbildung für Kontaktlinsen-Anpassung verstärkte diesen Trend.

Am 1. April 1972 ging Mues dann selbst mit 26 Jahren mit einer Niederlassung am Biesenkamp den Schritt in die Selbstständigkeit. Zwei Jahre später eröffnete er eine Filiale in Lütgendortmund, anschließend im Castrop-Rauxeler Norden sowie in verschiedenen Nachbarstädten.

Einen Schub erhielt er durch die Partnerschaft mit Wilm Sternemann aus Datteln. Mit Sternemann gründete Mues die IGA-Optik, eine Genossenschaft mit heute 500 Unternehmen in Deutschland in selbstständiger Leitung. In den 80er-Jahren entstand zusätzlich die Aktien-Gesellschaft Brillen International (Briag), die Augenoptiker-Geschäfte an langjährige Meister oder leitende Angestellte überträgt.

„Müßiggang ist nicht mein Ding“

Auch mit 76 Jahren ist Mues noch aktiv im Beruf: „Müßiggang ist nicht mein Ding“, versichert der Mann mit dem markanten Schnäuzer. Zwar gingen seine Arbeitstage heute nicht mehr wie früher von 6.30 bis 21 Uhr, doch habe er als Berater und im Mitglied im Briag-Aufsichtsrat gut zu tun.

Auch sein Ehrenamt in der Kommunalpolitik, die ihn unter Bürgermeister Nils Kruse in die CDU brachte, füllt Uli Mues noch aus. Nach seiner Tätigkeit im Rat steht Mues aktuell der Senioren Union vor. „Auch die will ich weiter attraktiv halten“, so sein Anliegen.

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