GEW-Vorsitzender Helmut Butz: "Unterrichtsausfall ist unvermeidbar"

CASTROP-RAUXEL An vielen Schulen wird heute Unterricht ausfallen. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat angestellte Lehrer aufgerufen, die Arbeit niederzulegen und sich zur Streikversammlung in Düsseldorf einzufinden. RN-Redakteur Christoph Witte sprach darüber mit dem GEW-Ortsverbandsvorsitzenden, Helmut Butz.

von Ruhr Nachrichten

, 27.01.2009, 17:40 Uhr / Lesedauer: 1 min
GEW-Ortsverbandsvorsitzender Helmut Butz.

GEW-Ortsverbandsvorsitzender Helmut Butz.

Dazu muss man wissen, dass der öffentliche Dienst seit 1993 abgekoppelt ist von der Gehaltsentwicklung der privaten Wirtschaft. Wir haben heute bereinigt fast 18 Prozent weniger Einkommen als vor 15 Jahren. Das machen wir nicht mehr mit.

Ein verheirateter 40-Jähriger mit zwei Kindern zum Beispiel verdient etwa 900 Euro netto weniger. Das ist eine große Schweinerei.

Es sind insgesamt 25 angemeldet. Allein wir von der Janusz-Korczak-Gesamtschule sind mit acht dabei. Für die nächsten Warnstreiks am 5. und 10. Februar hoffen wir, mehr Leute zu bekommen. Am 10. sind auch die beamteten Kollegen zur Solidarität aufgerufen. Am besten wäre ja, alle 650 Lehrer aus Castrop nähmen teil. Das ist aber wohl illusorisch.

Das ist unvermeidbar. Die beamteten Kollegen dürfen auch nicht als Streikbrecher zu Mehrarbeit verdammt werden. Dem hat das Bundesverwaltungsgericht einen Riegel vorgeschoben. Sonst wäre das Element des Warnstreiks ja ein stumpfes.

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