Einen Schrottsammler, der zu weit ging, fasste die Polizei in Habinghorst. © picture alliance / dpa
Begehrter Schrott

Gieriger Schrottsammler in Habinghorst – Polizei verhindert Diebstahl

Auf der Jagd nach Metallschrott ging ein Schrottsammler in Habinghorst einen dreisten Schritt zu weit. Die Polizei verhinderte einen Diebstahl. Statt Verdienst gab es nun die gerechte Strafe.

Für die einen ist nur noch Schrott, für andere bares Geld. Klüngelkerle, die früher regelmäßig durch die Städte und Wohnviertel tuckerten und mit Musik auf sich aufmerksam machten, gibt es schon länger nicht mehr. Schrottsammler schon. Und weil es ein durchaus lukratives Geschäft gerade mit Altmetall ist, ist hier die Konkurrenz groß.

Im Februar 2020 wollte ein 31-jähriger Mann aus diesem Metier besonders schnell sein. Er fuhr mit seinem Laster durch die Lange Straße in Habinghorst, als sein Blick an Alu-Profilen und Alu–Rohren hängenblieb. Fette Beute. Flugs hielt der eifrige Sammler an und langte zu.

Auf frischer Tat erwischt

Doch die Freude währte nicht lang. Polizisten auf Streife beobachteten zufällig das Geschehen und griffen ein. So verhinderten sie einen Metall-Diebstahl von einer Baustelle. Der Wert der verhinderten Aluminium-Beute: rund 500 Euro.

Trotzdem gab es für den Schrottsammler eine Anzeige wegen versuchten Diebstahls. Diesmal war der Mann nicht so schnell, kam der Ladung ins Amtsgericht Castrop-Rauxel nicht nach. Was ihn vor einer Strafe jedoch nicht bewahrte.

Amtsrichter und Staatsanwältin entschieden, den Fall in Abwesenheit des Angeklagten mit einen Strafbefehl zu ahnden. 30 Tagessätze zu je 20 Euro muss er zahlen. Ein schlechtes Geschäft für den Schrottsammler: 600 Euro Miese.

Über die Autorin
Redaktion Castrop-Rauxel
Ich bin seit etlichen Jahren als freie Mitarbeiterin für die Lokalredaktion tätig, besuche regelmäßig Gerichtsverhandlungen, um darüber zu berichten, und bin neugierig auf alles, was in Castrop-Rauxel passiert.
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