Startschuss für schnelleres Internet: Glasfaserkabel für Castrop-Rauxeler kommen

rnGlasfaserausbau

Spatenstich für den Glasfaserausbau: Winzig dünne, kaum erkennbare Fasern sind für schnelles Internet verantwortlich. Bald werden die Fäden auch in Castrop-Rauxel liegen.

Castrop-Rauxel

, 30.06.2019 / Lesedauer: 3 min

Er kommt: der Breitbandausbau für rund 400 Haushalte, aber eben noch nicht für alle. Außerdem sollen 29 Schulen und 220 Unternehmen an das Glasfasernetz angeschlossen werden.

Das bedeutet im Umkehrschluss: es ist kein 100 prozentiger Ausbau, der flächendeckend wäre. Kreisweit ist bei der Pressekonferenz von Gelsen-net, der Stadt Castrop-Rauxel, des EUV Stadtbetriebes und weiteren die Rede von rund 12.000 Anschlüssen. Vorrangig werden sogenannte „weiße Flecken“ versorgt. Diese haben momentan eine Internet-Geschwindigkeit von weniger als 30Mbit/s.

8,8 Millionen Euro für Recklinghausen, Herten und Castrop-Rauxel

Spatenstich dafür war am Donnerstag (27.) an der Beethovenstraße/Höhe Richard-Wagner Straße. Gelsen-net hatte Anfang des Jahres den Zuschlag für das Losgebiet Süd von der Bundesregierung erhalten und somit rund 68 Millionen Euro für das Projekt zur Verfügung. 8,8 Millionen Euro davon erhalten die drei Städte Recklinghausen, Herten und Castrop-Rauxel.

Thomas Dettenberg, Gelsen-net Geschäftsführer: „Wir werden nicht nur die geforderten Anschlüsse realisieren, sondern ebenso den Haushalten an den Strecken eine Versorgung anbieten.“ Dies sei erst einmal kostenlos. Hauseigentümer können aber auch von ihrem Verweigerungsrecht Gebrauch machen, denn die Häuser würden dafür angebohrt werden. Dies sei kein großer Aufwand und sei an einem Tag erledigt.

Glasfasertechnologie ist ein Meilenstein für Castrop-Rauxel

Ziel der Breitbandversorgung sei es, dass möglichst viele Menschen HD-Filme sehen können, Firmenanwendungen besser nutzbar gemacht werden und neue Smart-Geräte schneller als bisher laufen. „Daher ist der Start der Glasfasertechnologie für Castrop-Rauxel ein Meilenstein“, erklärt Castrop-Rauxels Bürgermeister Rajko Kravanja.

Neubaugebiete sollen erst einmal ausgenommen sein. Die Begründung dafür lautet: Da diese Bereiche meist schon über relativ schnelles Internet verfügen, werden diese peu á peu mitvernetzt.

Glasfaser werden in die Haushalte „gepustet“

Die Glasfasern liegen in vielen weiteren Kabeln. Die Glasfaserkabel werden in Rohren verlegt. Ein Schutzmantel und eine weitere Ummantelung folgen von außen nach innen. Eine Beschichtung trennt die Ummantelung von dem Mantelglas. Darin befindet sich der Faserkern in Bündeladern, welche verschieden farbig sind. Jede Faser wird dann in einen Haushalt „gepustet“.

Startschuss für schnelleres Internet: Glasfaserkabel für Castrop-Rauxeler kommen

So sehen die Kabel aus, die bald für rasantes Internet sorgen sollen. © Schulz-Gahmen

Die Ummantelungen sind ebenfalls jeweils mit verschiedenen Farben gekennzeichnet. In der Mitte des Kabel-Strangs liegt das Hauptkabel an der sogenannten Trasse. Bis Dezember 2020 sollen 71 Kilometer Glasfaserleitungen verlegt werden. Dann kann durchs Netz gerast werden.

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