Glatteis: Viele Knochenbrüche in Castrop-Rauxel

Sonderschichten beim Streuen

120 Tonnen Streusalz und 23.000 Liter Sole verteilten 20 Mitarbeiter des EUV auf den Straßen, um dem Glatteis am vergangenen Wochenende Herr zu werden. Von Freitag bis Sonntag waren sie fast durchgängig im Einsatz. Trotzdem hatten die Krankenhäuser einiges zu tun.

CASTROP-RAUXEL

, 09.01.2017 / Lesedauer: 2 min

Zum Vergleich: Im milden Winter 2015/16 wurden insgesamt rund 150 Tonnen Streusalz verteilt. Sorge, dass die Vorräte knapp werden könnten, gibt es aktuell trotzdem nicht. 

Privat, auch auf dem Bürgersteig vor dem eigenen Haus, ist das Streuen von Salz übrigens nur in Ausnahmefällen, etwa bei Blitzeis oder Eisregen, erlaubt. Auch an gefährlichen Stellen auf Gehwegen, wie Treppen, darf es verwendet werden.

Arm- und Beinbrüche wegen Glatteis

Auch in den Notaufnahmen der Krankenhäuser machten sich die glatten Straßen bemerkbar. Sowohl im St.-Rochus-Hospital als auch im EvK mussten deutlich mehr Patienten in der Notaufnahme behandelt werden als an anderen Wochenenden – oftmals mit Knochenbrüchen an Armen oder Beinen.

„Keine Katastrophe“, da sind sich Clemens Galuschka, Geschäftsführer des Rochus-Hospitals, und Christoph Wiemer, Chefarzt der Unfallchirurgie im EvK, unabhängig voneinander einig. Aber viel zu tun, gab es schon. Wiemer etwa hatte am Samstag Dienst und musste mehrere Notfalloperationen durchführen.

Im Gegensatz zu anderen Teilen des Landes fuhren die Rettungskräfte zwar auch mehr Einsätze als sonst, hatten aber keine Probleme, zum Einsatzort zu gelangen.

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