Google macht Castrop-Rauxeler Rentner nicht länger zum Kinderarzt

rnFehler behoben

Wer nach Kinderärzten in Castrop-Rauxel gegoogelt hat, bekam immer wieder einen Mann vorgeschlagen, der gar kein Arzt ist. Nun ist der Fehler behoben. Doch unklar ist, von wem.

Castrop-Rauxel

, 10.09.2020, 08:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Anfang Juli noch machte die Suchmaschine Google den Castrop-Rauxeler Klaus Tschersich zu einem Kinderarzt. Egal, ob man „Kinderarzt Castrop-Rauxel“ suchte oder „Kinderärzte in Castrop-Rauxel“ – als Ergebnis erschien immer eine Karte von Google Maps samt einer Liste, auf der Tschersich als Kinderarzt aufgeführt war. Immer unter den ersten drei Treffern. Und immer mit seiner Privatnummer.

Im Sommer noch schlug einem Google Klaus Tschersich als Kinderarzt vor. Dabei ist er gar kein Kinderarzt.

Im Sommer noch schlug einem Google Klaus Tschersich als Kinderarzt vor. Dabei ist er gar kein Kinderarzt. © Screenshot: Natascha Jaschinski

Tschersich aber hat gar keine Arztpraxis. Und hat auch nie eine gehabt, wie er uns auf Nachfrage versicherte. Tschersich war mal Podologe, mittlerweile aber ist er Rentner.

Immer wieder riefen Eltern bei Tschersisch an

Wie lange die falschen Informationen im Internet kursierten, das weiß Tschersich nicht. Immer wieder aber habe er Anrufe von Eltern erhalten, die einen Arzttermin für ihr Kind ausmachen wollten, sagte er.

Mittlerweile dürften Eltern ihn in Ruhe lassen, denn der Fehler ist behoben: Google schlägt nur noch wirkliche Kinderarztpraxen in Castrop-Rauxel vor.

Wer bei Google nach Kinderärzten in Castrop-Rauxel sucht, bekommt mittlerweile nur noch wirkliche Arztpraxen vorgeschlagen.

Wer bei Google nach Kinderärzten in Castrop-Rauxel sucht, bekommt mittlerweile nur noch wirkliche Arztpraxen vorgeschlagen. © Screenshot: Natascha Jaschinski

Doch wer hat den Spuk beendet? Und wann? Das ist so unklar, wie die Frage, warum Google Klaus Tschersich überhaupt zu einem Kinderarzt gemacht hatte. Im Sommer ließ das Suchmaschinen-Unternehmen eine Anfrage unserer Redaktion offen. Jetzt teilte Google nur mit, dass man nicht sagen könne, warum die Angaben plötzlich stimmen.

Bei der ersten Anfrage verwies Google darauf, dass Fehler per Feedback-Button direkt in Maps gemeldet werden könnten. Das habe das Ehepaar Tschersich nicht getan, versichert es.

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