Am 26. September ist Bundestagswahl. © Nora Varga
Bundestagswahl 2021

Grafiken: So hat Castrop-Rauxel seit 1998 bei Bundestagswahlen gewählt

Wie hat Castrop-Rauxel eigentlich 1998 bei der Bundestagswahl gewählt? Wie unterscheidet sich Castrop-Rauxel vom Bund? Wir haben die passenden Grafiken auf all diese Fragen.

Wenige Tage vor der Bundestagswahl ist nicht nur ein Blick nach vorne spannend, sondern auch einer zurück: Bei der vergangenen Bundestagswahl 2017 hat die SPD in Castrop-Rauxel die meisten Zweitstimmen geholt. 33,7 Prozent konnten die Sozialdemokraten erlangen, bundesweit waren es nur 20,5 Prozent.

Auch wenn die SPD in Castrop-Rauxel bei Bundestagswahlen traditionell gut abschneidet, ist der Vorsprung auf die anderen Parteien bei den vergangenen fünf Wahlen immer kleiner geworden. Bei der Bundestagswahl 1998, bei der SPD-Spitzenkandidat Gerhard Schröder mit seinem grünen Koalitionspartner die schwarz-gelbe Regierung von Bundeskanzler Helmut Kohl ablöste, waren es noch 60,3 Prozent der Stimmen gewesen. Die CDU holte damals 24,5 Prozent, die Grünen 5,4 Prozent.

Allerdings folgte damals nur ein Jahr nach der Bundestagswahl bei der Kommunalwahl ein böses Erwachen für die Sozialdemokraten. 1999 holte CDU-Kandidat Nils Kruse schon im 1. Wahlgang mit absoluter Stimmenmehrheit das Bürgermeister-Amt.

Auch bei Bundestagswahlen konnte die CDU sich nach dem 1998er-Tief steigern. 2013 holten die Christdemokraten in Castrop-Rauxel ihr bisheriges Bestergebnis mit 32,1 Prozent der Stimmen. Bei der SPD waren es im gleichen Jahr 41,8 Prozent.

2017 schnitten sowohl SPD als auch CDU im Vergleich zur Wahl 2013 schlechter ab. Bei den Erststimmen holte der damals schon amtierende SPD-Bundestagsabgeordnete Frank Schwabe 41,5 Prozent der Stimmen in Castrop-Rauxel holen. Michael Breilmann war sein stärkster Herausforderer. Er holte 30,3 Prozent der Erststimmen. Schwabes Erststimmen-Ergebnis war damit deutlich besser als das Zweitstimmen-Ergebnis der SPD. Mit seinem Sieg 2017 läutete Frank Schwabe seine vierte Amtszeit als Bundestagskandidat ein. Sollte er sich am 26. September durchsetzen, begänne seine fünfte Legislaturperiode.

Bundesweit blieb SPD-Spitzenkandidat Martin Schulz 2017 gegen CDU-Bundeskanzlerin Angela Merkel chancenlos.

Die Wahlbeteiligung ist von 1998 bis 2013 immer weiter gesunken. Von 82 Prozent vor 23 Jahren auf rund 70 Prozent bei der Bundestagswahl 2013. 2017 stiegt sie zum ersten Mal wieder an auf 72 Prozent.

Über die Autorin
Volontärin
Jahrgang 2000. Ist in Bergkamen aufgewachsen und nach Dortmund gekommen, um die große, weite Welt zu sehen. Überzeugte Europäerin mit einem Faible für Barockmusik, Politik und spannende Geschichten
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Nora Varga