Großauftrag für Handwerker: „Das Dach ist dicht“

HABINGHORST Theo Milte klopft drei Mal auf den großen Holztisch im Besprechungszimmer: „Toi, toi, toi“, sagt er, „die erste Probe hat das Dach ohne Probleme überstanden.“ Am vergangenen Wochenende fegte ein Sturm über NRW, auch über den Düsseldorfer Flughafen. Dort hat die Theo Milte Bedachungs GmbH innerhalb von zwei Monaten das Dach der LTU-Halle 8 ganzflächig saniert.

von Von Christoph Witte

, 26.06.2008, 13:45 Uhr / Lesedauer: 1 min
Autokran vor der LTU-Halle am Flughafen Düsseldorf. Das Dach der Werfthalle wurde von der Firma Theo Milte Bedachungs GmbH aus Habinghorst saniert.

Autokran vor der LTU-Halle am Flughafen Düsseldorf. Das Dach der Werfthalle wurde von der Firma Theo Milte Bedachungs GmbH aus Habinghorst saniert.

11 000 Quadratmeter Flachdach (Ausmaße 151 mal 67 Meter). Ein Riesenprojekt mit einem Auftragsvolumen von einer Millionen Euro. „Das Highlight in unseren 29 Jahren“, schwärmt der Firmenchef und zeigt stolz einen zehnminütigen Film, den er über das Bauvorhaben hat drehen lassen. Das Großprojekt hatte gleich mehrere Tücken für die rund 25 Arbeiter, die zwischen Ende April und Ende Juni von morgens bis abends im Einsatz waren, parat.

Flughafenbetrieb durfte nicht behindert werden

„Wir mussten unter laufendem Werftbetrieb arbeiten“, erzählt Theo Milte. Ein Novum für die Dachdecker und für den Flughafen. Die LTU-Halle wird zur Wartung von Großraumflugzeugen genutzt – rundum die Uhr. „Diese Arbeiten durften zu keiner Zeit behindert oder gestört werden“, ergänzt Bauleiter Stefan Hölzer. Eine logistische und organisatorische Meisterleistung. Da die Techniker natürlich mit Werkzeug anrückten, was im hochgesicherten Flughafen durchaus Waffenpotenzial hat, nahmen sieben Mitarbeiter an einem Sicherheitslehrgang teil, um einen Flughafenausweis ausgehändigt zu bekommen.

Außergewöhnliche Herausforderungen

Insgesamt waren die Sicherheitsbestimmungen die größte Hürde, die es zu nehmen galt. „Wir haben zwei Wochen lang nur wegen Genehmigungen telefoniert“, berichtet Stefan Hölzer. „Da hatten wir schon ein paar schlaflose Nächte.“ Auch die Arbeiten an sich erforderten Außergewöhnliches: Spezielle Schneidemaschinen zum Auftrennen der alten Dachabdichtung, Mulden zum Herunterschaffen des Abbruchmaterials sowie Lifte und Roller zum Befördern des Dämmmaterials auf der Dachfläche.

Das Wetter spielte mit

Immer im Nacken saß der Firma auch die Zeit und das Wetter. „Wenn wir eine Schlechtwetterperiode gehabt hätten, säßen wir heute nicht hier“, scherzt Chef Theo Milte. So konnte der Dachdeckermeister aber schon drei Wochen vor angepeiltem Bauende die gute Nachricht verkünden: „Das Dach ist dicht!“ Nur noch Feinarbeiten an der Mauerkopfabdeckung müssen ausgeführt werden. Und auch Flughafen-Projektleiter Uwe Volkwein ist voll des Lobes: „Die offizielle Abnahme steht zwar noch aus, aber mit der Leistung sind wir sehr zufrieden.“

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