Große Feiern müssen angemeldet werden – Ordnungsamt kontrolliert vor Ort

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NRW will konsequenter gegen Schummeleien auf Corona-Gästelisten vorgehen und größere Partys besser kontrollieren. Wer in Castrop-Rauxel größer feiert, könnte Besuch vom Ordnungsamt bekommen.

Castrop-Rauxel

, 01.10.2020, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mal eben ein Bierchen trinken gehen und in der Kneipe nicht den richtigen Namen in der Kontaktliste angeben – das kann ab jetzt teuer werden. 250 Euro Bußgeld drohen nach der neuen Corona-Schutzverordnung, die am 1. Oktober in Kraft getreten ist.

Wie sich das in Castrop-Rauxel praktisch auswirken wird, wird sich noch zeigen. Wirte sollen nicht bestraft werden, wenn die Angaben falsch sind, heißt es vom Land NRW. Wohl aber sollen sie auf Plausibilität der Namen achten. Bußgelder verhängen aber kann letztlich nur das Ordnungsamt.

Ordnungsamt kann sich Ausweise zeigen lassen

„Das wird in Castrop-Rauxel stichprobenartig in der Gastronomie unterwegs sein“, sagt Stadtsprecherin Uta Stevens. Die Kontrolleure können sich die Daten der Gäste zeigen lassen, die bei gerade in einem Café oder Restaurant sind. Haben sie Zweifel an den Angaben, können sie Ausweise verlangen, abgleichen – und bei einer Schummelei einen Bußgeldbescheid von 250 Euro ausstellen.

Auch an anderer Stelle ist das Castrop-Rauxeler Ordnungsamt verstärkt gefragt. Denn ab dem 1. Oktober gilt auch: Private Feiern im sogenannten öffentlichen Raum (zum Beispiel in Gaststätten) müssen drei Werktage vorher beim Ordnungsamt angemeldet werden, wenn mehr als 50 Personen kommen.

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Party beim Ordnungsamt anmelden

Für Taufen, Hochzeiten oder größere Geburtstage am ersten Oktober-Wochenende gelte noch „Kulanz“, sagt Stevens, da die Regelung erst so kurz vorher gegriffen hat. Wer aber ab nächster Woche groß feiern möchte, muss die Party anmelden. Am besten per Mail an ordnungswesen@castrop-rauxel.de. Angegeben werden müssen:

  • Ort und Zeit der Veranstaltung
  • Art der Veranstaltung (Hochzeit, Taufe etc.)
  • die voraussichtliche Teilnehmerzahl
  • eine Kontaktliste der erwarteten Gäste mit Namen, Adressen und Telefonnummern
  • die für die Veranstaltung verantwortliche Person mit Namen, Anschrift und Telefonnummer

Auch hier werde das Ordnungsamt „stichprobenartig kontrollieren“, sagt Stevens. Es könne also passieren, dass der kommunale Ordnungsdienst unangekündigt auf einer Hochzeit oder einem Geburtstag auftaucht, um zu überprüfen, ob die Angaben auf den Anmeldungen stimmen. Und auch, ob alle Hygieneregeln eingehalten werden. „Letztlich kann die Feier auch abgebrochen werden“, sagt Stevens.

Wie oft genau der Ordnungsdienst Feiern kontrollieren wird, konnte die Stadt nicht sagen. Es könnte durchaus mehrere Partys an einem Wochenende betreffen. In jedem Fall habe der kommunale Ordnungsdienst nun „gut mehr zu tun“, so Stevens. Aufgestockt werde das Personal aber vorerst nicht.

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