Kommunalpolitik

Grüne und SPD sind sich einig: Der Koalitionsvertrag für Castrop-Rauxel steht

Fünf Monate nach der Kommunalwahl im September 2020 ist es soweit: Der Koalitionsvertrag von SPD und Grünen in Castrop-Rauxel steht. Details aber sind noch offen.
Der Stadtrat in Castrop-Rauxel bestand in der zurückliegenden Periode aus 50 Sitzen. Nach der Kommunalwahl werden die eigentlich 46 Sitze in 23 Wahlbezirken neu besetzt. © Tobias Weckenbrock

Auf den Tag genau fünf Monate liegt die Kommunalwahl zurück: Am 13. September 2020 wählten die Castrop-Rauxeler unter anderem den Stadtrat. Am 13. Februar nun ist klar: Die Europastadt wird in Zukunft von einer rot-grünen Koalition geführt. Der Koalitionsvertrag ist fertig, auf Facebook freuen die Parteien sich.

Schon am Freitagabend heißt es im Auftritt der SPD Castrop-Rauxel: „In unserer Parteiausschusssitzung haben wir soeben einstimmig für eine rot-grüne Koalition gestimmt.“ Man sei nun bereit, die Zukunft der Stadt gemeinsam mit den Grünen zu gestalten.

„Zukunft. Gemeinsam gestalten. Sozial, ökologisch, digital“ – so das Motto des Vertrags. Die Mitgliederversammlung von Bündnis 90 / Die Grünen hatte bereits Tage zuvor den Vertrag abgesegnet, heißt es bei den Grünen. Details zum Vertrag sollen noch folgen.

Verhandlungen wurden erst Ende November aufgenommen

Auf diesen Koalitionsvertrag mussten die Castrop-Rauxeler länger warten als auf viele zuvor: Allein bis die beiden Parteien sich entschieden hatten, in Verhandlungen zu gehen, dauerte es mehr als zwei Monate. Erst am 26. November nahmen SPD und Grüne die Gespräche auf.

Dass diese dann Anfang Februar immer noch nicht beendet waren, hatte zuletzt FDP-Chef Nils Bettinger kritisiert: Die Castrop-Rauxeler Politik schlingere ohne Koalition konzeptionslos durch die Corona-Krise, so sein Vorwurf. Die SPD-Vorsitzende Lisa Kapteinat konterte sofort: Es dauere nun mal, wenn man nur digital verhandeln könne.

Letztlich war Rot-Grün aber doch schneller, als Kapteinat vorhersagte: Mitte Januar sagte sie unserer Redaktion noch: „Wir hoffen, im März einen Koalitionsvertrag den Parteien vorlegen zu können.“

Das klappte nun Mitte Februar.