Grüne versprechen "höchstmögliche Transparenz"

Dela-Ansiedlung

ICKERN Nachdem Notburga Henke am Freitag wegen unterschiedlicher Auffassungen zur Ansiedlung des Recyclingbetriebs Dela ihre Arbeit für die Grünen niederlegte, beeilt sich die Ratsfraktion, ihre Sicht der Dinge darzustellen.

von Von Peter Wulle

, 07.03.2010, 15:54 Uhr / Lesedauer: 1 min
Dela möchte in Ickern Quecksilber rückgewinnen.

Dela möchte in Ickern Quecksilber rückgewinnen.

Abstandsfrage klären In der Sache erläutern die grünen Ratspolitiker: "Im weiteren Verfahren bleibt zu klären, inwieweit die Unterschreitung des Abstandes zur nächsten Wohnbebauung zulässig und üblich ist. Der Betreiber muss dafür im Einzelfall nachweisen, dass die Emissionsgrenzwerte für den geringeren Abstand von 500 Metern sicher eingehalten werden." Nein, sagt dazu Notburga Henke, der Mindestabstand von 700 Metern müsse in jedem Fall eingehalten werden. Bei Dela, einem Betrieb, der hochgiftiges Quecksilber aus Lampen rückgewinne, sei dieser Abstand durch kein Gutachten herunterzurechnen.Störfallszenario durchspielen

Während Notburga Henke der Partei in Castrop-Rauxel vorwirft, ihre Überzeugungen zu Gunsten der "Koalition" mit der SPD zu opfern, betonen Wagener und Weber: "Bei jedem Planungsverfahren stehen für die Grünen Transparenz, Bürgerbeteiligung, der Schutz der Anwohner und der Umwelt im Mittelpunkt. Deshalb werden wir Grüne für eine höchstmögliche Transparenz im Verfahren sorgen."

Abstandsfrage klären In der Sache erläutern die grünen Ratspolitiker: "Im weiteren Verfahren bleibt zu klären, inwieweit die Unterschreitung des Abstandes zur nächsten Wohnbebauung zulässig und üblich ist. Der Betreiber muss dafür im Einzelfall nachweisen, dass die Emissionsgrenzwerte für den geringeren Abstand von 500 Metern sicher eingehalten werden." Nein, sagt dazu Notburga Henke, der Mindestabstand von 700 Metern müsse in jedem Fall eingehalten werden. Bei Dela, einem Betrieb, der hochgiftiges Quecksilber aus Lampen rückgewinne, sei dieser Abstand durch kein Gutachten herunterzurechnen.Störfallszenario durchspielen

Wagener und Weber möchten, dass ein Störfallszenario weiter durchgespielt wird und setzen jetzt ein Fragezeichen hinter Dela. "Da der Betreiber unseres Wissens nach keinen Rechtanspruch auf eine Sonderregelung hat, kann der Rat das Projekt noch stoppen", sagen die Grünen-Politiker.

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