"Günna" Knust ist neuer Solifonds-Botschafter

Audio-Interview

Mehr als 100.000 Euro sammelt die Stiftung Solidarfonds NRW jedes Jahr für gemeinnützige Projekte. Das findet auch Bruno "Günna" Knust gut und wird deshalb neuer Botschafter der Stiftung. Im Interview erklärt der Kabarettist seine Pläne fürs nächste Jahr.

CASTROP-RAUXEL

, 10.12.2016, 05:22 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Schlagerparty gibt es seit 27 Jahren. Sie spült Jahr für Jahr 30.000 bis 40.000 Euro Erlös in die Kassen der Stiftung Solidarfonds NRW. Am Donnerstag gab deren Vorstandsvorsitzender bekannt, wer in diesem Jahr von der Ausschüttung profitiert – und verkündete dabei noch eine weitere Personalie.

"Günna" als Botschafter

„Ich bin vom nächsten Jahr an Botschafter für den Solidarfonds – ich darf dann Schecks übergeben und so“, sagte der Gast, der als Letzter bei der Pressekonferenz erschien: Bruno Knust, besser bekannt als Ruhrpott-Kabarettist „Günna“. „Ich soll Kümmerer für diverse Dinge werden.“

Schulrucksäcke für Kinder

Im Fokus standen aber eigentlich die anderen an den Tischen im Haus Goldschmieding: Stiftungs-Vorsitzender Dr. Michael Kohlmann hatte Mitarbeiter aus Institutionen und Organisationen eingeladen, die mit Förderschecks für das Jahr 2016 bedacht werden.

35.000 Euro gehen unter dem Titel „Wir helfen Menschen“ zum Beispiel an Schulen in Bochum, Witten und Hattingen, die damit unter anderem Selbstlernbüros einrichten konnten. Das einzige berücksichtigte Castrop-Rauxeler Projekt sind Schulrucksäcke für Benachteiligte: Die Stadt bekommt vom Solidarfonds 7000 Euro.

Interview mit Dr. Michael Kohlmann:

Immer geht es dabei um Benachteiligte – sozial schwächere Jugendliche, Kinder aus geflüchteten Familien oder Behinderte. Vier Säulen habe das Fördersystem: Bildung, Integration, individuelle Hilfen und das gemeinsame Engagement in Zusammenarbeit mit anderen Förderern. 

Diese Projekte bekommen Geld:

  • 7000 Euro für die Schulrucksäcke für benachteiligte Kinder und Jugendliche in Castrop-Rauxel
  • 5000 Euro für ein Lernbüro in der Gesamtschule Hattingen und für Jugendlichen-Coaching beim Verein Bildung in Witten
  • 3000 Euro für Lerninsel der Lessing-Schule Bochum, für Nachhilfe bei den Ruhrtal-Engeln Witten
  • 2500 Euro für Lernsoftware im Lernbüro der Heinrich-von-Kleist-Schule Bochum
  • 2000 Euro für „Frauen helfen Frauen EN“ Schwelm, Behindertenförderung durch Olmstedt-Stiftung Bochum Witten, Sprach-Camp an der Gesamtschule Witten
  • 1500 Euro für die mobile Waldschule Förderkreis Lernort Natur und Ausbildungspaten im Kreis Recklinghausen
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