Im Prozess um einen Gullydeckel-Einbruch mit einer anschließend wilden Verfolgungsfahrt bis nach Castrop-Rauxel hat das Bochumer Landgericht ein erstes Urteil gesprochen: © Jörn Hartwich
Landgericht Bochum

Gullydeckel-Duo strandete in Castrop-Rauxel: Dreieinhalb Jahre Haft

Das ging schnell: Nach dem Blitzeinbruch in ein Tabakgeschäft und einer Schnee-Verfolgungsjagd bis nach Castrop-Rauxel hat das Bochumer Landgericht einen von zwei Tätern bereits verurteilt.

Im Prozess um einen Gullydeckel-Einbruch mit einer anschließend wilden Verfolgungsfahrt bis nach Castrop-Rauxel hat das Bochumer Landgericht ein erstes Urteil gesprochen: Der 33-jährige Beifahrer des Flucht-Mercedes wurde zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt. Aktuell sitzt der Mann jedoch noch eine andere, fünfjährige Haftstrafe ab.

Das Urteil der 1. Strafkammer umfasst zudem die Einweisung des 33-Jährigen in eine geschlossene Drogentherapie-Anstalt. Bis der Essener diese Therapie antreten kann, muss er nach Angaben seines Anwalts Volker Schröder (Essen) aber mindestens noch bis Januar 2023 im Gefängnis verbleiben.

Fluchtfahrt endete im Autobahnkreuz Castrop-Rauxel

Der Angeklagte hatte im Prozess ein Geständnis abgelegt. In der Nacht auf den 7. April hatten der 33-Jährige und ein Mitangeklagter zunächst einen Blitzeinbruch in Herten verübt und dabei Zigaretten im Wert von rund 10.000 Euro erbeutet.

Bei der anschließenden Fluchtfahrt über die Autobahnen 43 und 42 sowie durch das Standgebiet von Herne (teils mit Tempo 150) im dichten Schneegestöber hatte das Duo einen Streifenwagen der Polizei nicht abschütteln können.

Geendet hatte die Verfolgungsfahrt am A42-45-Kreuz Castrop-Rauxel-Ost, als der Fluchtwagen in den damals tief schneebedeckten „Grünstreifen“ geschleudert war.