Gute Nachricht: Penny ist mit Interessenten für Bäckerei im Gespräch

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Kein Bäcker mehr an der Langen Straße in Habinghorst. Diese Nachricht hat viele im Stadtteil alarmiert. Doch jetzt bestätigt Penny, dass man die Räume wieder an einen Bäcker vermieten wolle.

Habinghorst

, 12.11.2020, 18:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Sondermann Brot verlässt Ende November die Filiale an der Langen Straße. Für die Kunden ist das eine schlechte Nachricht. Denn anders als in anderen Stadtteilen wie im benachbarten Ickern gibt es hier keine großen Alternativen. Vielleicht noch wichtiger als der Verkauf von Brot, Brötchen und Kuchen ist das angeschlossene Café. Für viele Habinghorster war es ein beliebter Treffpunkt.

Bereits Ende Januar hat Brot Sondermann den Mietvertrag gekündigt. Die Corona-Pandemie war also nicht der Grund für die Schließung. Die Coronakrise kann aber ein Grund sein, warum das Ladenlokal an der Langen Straße erst einmal leer stehen bleibt. Doch es gibt Bestrebungen, es wieder zu vermieten. Das bestätigt die Penny Markt GmbH.

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„Prinzipiell sind wir guter Dinge, dass wir die Filiale wieder vermietet bekommen“, sagt Markus Sprenger, Expansions-Manager bei Penny am Donnerstagnachmittag auf Anfrage unserer Redaktion. Es sei das Ziel, das Ladenlokal wieder an einen Bäcker zu vermieten. Aufgrund der Corona-Situation verzögere sich das aber. „Es gibt Interessenten, wir sind da aber noch in einem frühen Stadium“, erklärt Sprenger.

1000 Kunden kaufen täglich bei Penny ein

Bäckerei und Café grenzen direkt an den Penny-Markt, der seit 2010 am Standort an der Langen Straße ist. „Wir haben hier 1000 Kunden am Tag“, erläutert Markus Sprenger, „denen wollen wir den Service eines Bäckers weiter bieten“.

Viele Kunden, so hatte es Verkäuferin Gabi Wüstefeld bestätigt, kaufen bei ihr nach dem Besuch bei Penny ein oder nutzen die Gelegenheit zu einer Kaffeepause. Seit Anfang November allerdings darf das Café nicht öffnen. Hier sei ein sozial wichtiger Treffpunkt, bestätigen auch Stammkunden.

Castrop-Rauxeler will Situation in Habinghorst bei Ratssitzung ansprechen

Alarmiert von der Nachricht, dass der Sondermann-Bäcker schließt, zeigte sich Thomas Frauendienst, der lange in Habinghorst gelebt hat und sich innerhalb des Projekts Soziale Stadt Habinghorst (bis 2017) für den Stadtteil engagierte. Er zählt sich zu den Stammkunden und weiß, dass sich hier feste Gruppen treffen. „Das ist wichtig für das soziale Miteinander. Wenn jetzt auch noch der Bäcker zumacht, dann können wir ,Lange Straße geschlossen’ hinschreiben“, sagt er.

Thomas Frauendienst ist alarmiert wegen der Nachricht, dass der Bäcker schließt. Er sorgt sich um den Stadtteil Habinghorst.

Thomas Frauendienst ist alarmiert wegen der Nachricht, dass der Bäcker schließt. Er sorgt sich um den Stadtteil Habinghorst. © Ronny von Wangenheim

Frauendienst kündigt an, dass er bei der kommenden Ratssitzung im Dezember die Einwohnerfragestunde nutzen will, um auf die Problematik des Einzelhandels im Stadtteil Habinghorst aufmerksam zu machen. Sein Anliegen: „Die Stadt muss ein Konzept erarbeiten, um den Stadtteil nach vorne zu bringen.“

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