Auch diese Haltestelle wird jetzt barrierefrei: Per Querungshilfe zum Rochus-Hospital

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Bis 2022 müssen alle Haltestellen barrierefrei ausgebaut sein. So will es das Gesetz. Der EUV setzt den Umbau in Castrop-Rauxel um. Gerade wird die Haltestelle am Rochus-Hospital gemacht.

Castrop-Rauxel

, 10.11.2019, 11:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Unter anderem wird derzeit die Haltestelle am Rochus-Hospital in der Castroper Altstadt komplett umgebaut und saniert. Sechs weitere Haltestellen im Stadtgebiet sollen voraussichtlich bis zum Jahresende barrierefrei werden.

Im Jahr 2015 hat der Stadtbetrieb EUV alle Bushaltestellen im Stadtgebiet erfasst und priorisiert. Daraus ergaben sich 149 Haltepunkte in der Straßenbaulast der Stadt Castrop-Rauxel. Rund die Hälfte dieser Haltestellen wiederum war bereits in unterschiedlichen Ausbaugraden auf Barrierefreiheit ausgerichtet.

Struktursteine helfen Sehbehinderten

Die restlichen gut 70 Haltestellen werden seit 2016 nach und nach umgebaut. Beim barrierefreien Umbau werden unter anderem höhere Bordsteine eingebaut. Es werden Struktursteine verbaut, an denen sich Sehbehinderte mit dem Tastsinn ihrer Füße orientieren können. Außerdem werden da, wo noch nicht vorhanden, Wetterschutzdächer installiert.

Auch diese Haltestelle wird jetzt barrierefrei: Per Querungshilfe zum Rochus-Hospital

Die Haltestelle erhält auf dem Boden Struktursteine, an denen sich Sehbehinderte mit dem Tastsinn ihrer Füße orientieren können. © Thomas Schroeter

„Der Umbau einer solchen Haltestelle“, das hatte Michael Werner unserer Redaktion 2017 berichtet, „kostet ungefähr 25.000 Euro.“ 90 Prozent der Kosten trägt dabei der VRR, den Rest muss die Stadt schultern.

Individuelle Planung gefragt

Jeder Haltestellen-Umbau bedürfe dabei individueller Planung, so Markus Genster, beim EUV verantwortlicher Ingenieur für Straßen, Wege und Plätze: „Wir finden an jedem Haltepunkt andere Gegebenheiten vor, können also keine Einheitshaltestelle einbauen.“

Darum wisse man, dass es Haltestellen im Außenbereich gebe, die keine der heutigen Standards erfüllten, wegen ihrer geringen Frequentierung aber trotzdem hinten in der Prioritätenliste stünden.

Kann der Stadtbetrieb EUV den kompletten Ausbau der noch fehlenden

über 70 Haltestellen denn überhaupt bis 2022 realisieren? „Wir sind bestrebt, das bis 2022 abzuschließen. Ob der Zeitplan einzuhalten ist, hängt letztlich allerdings auch von den personellen und finanziellen Ressourcen ab“, sagte Sabine Latterner unserer Redaktion 2018, als wir einen Selbstversuch mit dem Kinderwagen an Haltestellen vornahmen.

Diese Haltestellen werden 2019 noch ausgebaut

Ausgebaut werden diese Haltestellen:

  • Borghagener Straße
  • Am Busch
  • Tappenhof
  • Holzstraße/Im Sandweg
  • Europaplatz-Rathaus
  • St. Rochus
  • Nordstraße (hier wird lediglich ein neues Wartehäuschen aufgestellt).

An der Haltestelle am St.-Rochus-Hospital auf der Wittener Straße in der Castroper Altstadt wird auch eine barrierefreie Querungshilfe errichtet. Die Maßnahme wird durch Mittel des Bundes gefördert. Die Kosten belaufen sich hier auf rund 400.000 Euro.

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