HambiPotter verlässt Alte Eiche – und fordert im Rathaus Rederecht ein

rnUmweltausschuss

HambiPotter hat die Alte Eiche verlassen. Da stand er plötzlich in der Sitzung des Umweltausschusses. Er wollte mitreden. Für Castrop-Rauxeler Verhältnisse ein Novum.

Castrop-Rauxel

, 22.11.2019, 07:10 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zumindest für Castrop-Rauxeler Verhältnisse ein Novum: HambiPotter saß in der Sitzung des Umweltausschusses am Dienstagabend, 19. November, auf der Zuschauer-Tribüne im Ratssaal.

Gemeinsam mit einer Gruppe von 20 Baumprotagonisten aus dem Eichen-Verein und dem Aktionsbündnis. Und meldete sich nach Holger Steiner und Leonore Schröder explizit auch zum Nordlager in Habinghorst zu Wort.

Wie viele Wohneinheiten sind für Castrop-Rauxel geplant?

Aber der Reihe nach: Steiner wollte in der Einwohnerfragestunde wissen, wie viele Wohneinheiten in der Zukunft in Castrop-Rauxel geplant sind, wie viele Bauanträge es von Bürgerinnen und Bürgern gibt und wie die Leerstandssituation etwa bei den Wohnungsgesellschaften aussieht.

Und: „Wer hat den Fälltrupp für die Alte Eiche beauftragt, der am 1. Oktober um 7.10 Uhr an der Heerstraße auftauchte?“. Nächste Frage: „Wenn es ein Umdenken in der Politik gibt, wie sieht Ihre Bereitschaft aus, dem Investor ein Zeichen zu setzen?“ Und wenn es so sei, wie die SPD-Stadtverbandsvorsitzende Lisa Kapteinat es formuliert hatte, dass die SPD nicht vorgehabt habe, die Eiche fällen zu lassen, den Worten langsam Taten folgen zu lassen.

Nur Ausschussmitglieder dürfen über die Themen diskutieren

Leonore Schröder erinnerte daran, dass ihre Fragen aus der Umweltausschusssitzung am 25. Juni noch immer unbeantwortet seien. „Welche Strukturen gibt es in Politik und Verwaltung, dass Anfragen wie diese nicht beantwortet werden?“ wollte sie wissen. So etwas sei bürgerunfreundlich und demokratiefeindlich.

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HambiPotter, der signalisierte, „noch genügend Sitzfleisch zu haben“, wollte Näheres wissen zu geänderten Entwicklungszielen beim Nordlager in Habinghorst. Aber: Die Diskussion zu einzelnen Punkten auf der Tagesordnung obliege alleine den Ausschussmitgliedern, klärte Planungs- und Bauordnungsamtschef Philipp Röhnert in Anlehnung an Grundsatzinfos dazu aus dem Bauausschuss auf.

Auf Fragen des Baumbesetzers zurückkommen

Auch hier gab es einen Vorschlag zur Güte der neuen Technischen Beigeordneten Bettina Lenort. Sie wolle gerne auf die Fragen des Baumbesetzers im Zuge der Diskussion zu den Tagesordnungspunkten zurückkommen. Und die Diskussionen wogten lange hin und her bei der fast dreistündigen Sitzung des Fachgremiums.

Eine Antwort gab es zur Frage nach dem Fälltrupp. „Die Stadt war es nicht,“ sagte Philipp Röhnert. Daten zum Wohnungsbau habe er ad hoc nicht parat. Der Fragenkatalog von Leonore Schröder sei ihm so jetzt nicht bekannt. Schröder händigte ihm die Fragen erneut aus.

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