Heike Zielasko und Falko Pyck präsentieren "Tatort Rhein-Ruhr"

Wahre Kriminalgeschichten

CASTROP-RAUXEL "Tatort Rhein-Ruhr" heißt das neue Buch der Castrop-Rauxeler Heike Zielasko und Falko Pyck. Mit wahren Kriminalgeschichten aus der Region sorgt es für Gänsehaut.

von Von Gabriele Regener

, 15.12.2009, 16:12 Uhr / Lesedauer: 2 min
Das Buch "Tatort Rhein-Ruhr" von Heike Zielasko und Falko Pyck hat einen wahren Kern.

Das Buch "Tatort Rhein-Ruhr" von Heike Zielasko und Falko Pyck hat einen wahren Kern.

Nicht alle wahren Kriminalgeschichten, die die Castrop-Rauxeler Journalisten und Autoren Heike Zielasko und Falko Pyck in ihrem neuen Buch „Tatort Rhein-Ruhr“ zusammen getragen haben, lassen den Leser schmunzeln. Viele erzeugen Gänsehaut, setzen Erinnerungen an vergangene Schlagzeilen wieder frei. Auch bis heute ungelöste Fälle hat das Autorenduo ausgegraben.

Dazu haben sie ein Jahr lang in Zeitungsarchiven gestöbert und erstaunliche, amüsante, aber auch schreckliche Fälle wieder zutage gefördert. So beschreiben sie in ihrem 96 Seiten starken Buch die Verschleppung des Aldi-Mitinhabers Theo Albrecht, der sich Ende 1971 wochenlang in der Gewalt von Entführern befand, verfolgen die Spur des „Rhein-Ruhr-Rippers“, der 1999 gefasst wurde. Dagegen ist der Serienvergewaltiger, der seit 1994 Bochum und den Ennepe-Ruhr-Kreis unsicher macht, noch immer auf freiem Fuß. Dem Versprechen „500 Mark als Anzahlung für den, der meine Frau umbringt“, konnte im Juli 1967 ein Castrop-Rauxeler nicht widerstehen. Er tötete die Frau mit mehreren Hammerschlägen. Beauftragt von einem Bekannten aus dem Verein der Hundefreunde ging der Plan, den Tod als Selbstmord der körperbehinderten und fast blinden Frau aussehen zu lassen, gründlich schief.

Blut floss auch, als im Jahr 1952 auf der Münsterstraße erst ein Passant, dann auch die herbeigerufene Polizei einen handfesten Ehestreit schlichten wollte. Der rasende Ehemann schlug den Beamten nieder, der mit einer klaffenden Kopfwunde auf den Straßenbahnschienen liegen blieb. Das Gericht verurteilte den Mann zu einer Geldstrafe von 150 Mark und 50 Mark Schmerzensgeld für den Polizisten. So wie dieser Begebenheit ein Foto der Straßenbahn Linie 7 beigefügt ist, sorgen zahlreiche historische Fotos aus dem großen Archiv des Fotografen Helmut Orwat für eine passende Illustration.

Von ihm stammt ein Großteil der insgesamt 80 Bilder, die nicht nur Tatorte zeigen, sondern auch das Lebensgefühl der damaligen Zeit widerspiegeln.   

 

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