Henrichenburger ärgern sich über Graffiti-Schmierereien

Belohnung ausgesetzt

HENRICHENBURG Am Wochenende hat es Castrop-Rauxel dick erwischt: In der Neuen Mitte Henrichenburg wüteten Graffiti-Sprayer.

von Von Christoph Witte

, 05.10.2009, 17:19 Uhr / Lesedauer: 1 min
Apothekerin Thordis Küpper ist fassungslos angesichts der Schmierereien an ihrer Apotheke.

Apothekerin Thordis Küpper ist fassungslos angesichts der Schmierereien an ihrer Apotheke.

Die Polizei geht von einer größeren Verursacher-Gruppe aus, die in der Nacht von Freitag auf Samstag durchs Dorf gezogen ist und an diversen Autos und Häusern mit silberner, violetter und grüner Sprühfarbe die Tags „Bass“, „Neger“ und „Amok“ hinterlassen hat. „In dieser Größenordnung haben wir Farbschmierereien in Castrop-Rauxel noch nicht erlebt“, sagt Michael Franz. Betroffen sind vor allem der Alte Kirchplatz, die Freiheit-, Lambert- und Hagenstraße. Arg erwischt hat es die Kristall-Apotheke von Thordis Küpper. Die ganze Schaufensterfront ist übersprüht.

Bauherr Hein Send eine Belohnung von 500 Euro auf Hinweise aussetzen, die zur Ergreifung führen. „Damit hatten wir schon mal Erfolg“, erinnert sich Send. „Vor zwei Jahren hat derjenige, der Schmiere stand, seine Kumpel verpfiffen. Wir Henrichenburger nehmen das nicht hin und werden aggressiv dagegen vorgehen.“ Vermieter Send hat bereits Fachfirmen beauftragt, um die Schäden zu beseitigen. „Mittlerweile bin ich gegen Graffiti versichert“, sagt er und blickt neidisch auf Aldi in der Nachbarschaft. „Die haben ein patentiertes System zur Imprägnierung ihrer Klinkersteine. Da kann man die Farbe einfach abwischen.“

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