Himmelfahrt: Haben Obdachlose Feuer verursacht?

Leerstehendes Haus an der Wartburgstraße

An Himmelfahrt brannte es in einem leerstehenden Gebäude an der Wartburgstraße, direkt neben zwei Flüchtlingsunterkünften der Stadt. Ein Haufen Unrat hatte Feuer gefangen, jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft. Nach Angaben der Polizei sollen sich seit längerer Zeit Obdachlose in dem Haus getroffen haben.

CASTROP-RAUXEL

, 13.05.2016, 04:29 Uhr / Lesedauer: 1 min
Himmelfahrt: Haben Obdachlose Feuer verursacht?

An der Wartburgstraße brannte ein leer stehendes Gebäude.

Laut Informationen von Volker Willsch - einem ehemaligen Nachbarn - sollen die Personen, die sich dort in den vergangenen Jahren immer wieder aufgehalten haben, mehrfach mit offenem Feuer hantiert haben. Innerhalb des Gebäudes mit der Hausnummer 99/101, das bereits seit sechs Jahren leersteht, aber auch dahinter. „Es wurde auch im Garten des Hauses nachweislich gegrillt“, sagt Volker Willsch. 

Vor der Räumung des Hauses Wartburgstraße 103/105 im April 2015 durch den Eigentümer, die Rütgers-Gruppe, hat Willsch knapp acht Jahre hier gewohnt. Damals mussten die Bewohner die Häuser verlassen, weil Rütgers geplant hatte, die Gebäude abzureißen und die Grundstücke neu zu entwickeln.

„Es stimmt auch, dass sich Personen über Nacht im Nachbarhaus aufhielten. Für mich war es keine gute Nachbarschaft. Die Obdachlosen haben zwar nur recht unauffällig dort gehaust, aber ihren Müll hinterlassen“, sagt Wilsch.

Jetzt lesen

Stadt brachte im Nachbarhaus Asylbewerber unter

Nach der Räumung der Häuser wurden sie der Stadt zur Nutzung überlassen, die dort derzeit Asylbewerber untergebracht hat. Über die Vorgänge im Leerstand nebenan sei die Stadt laut Stadtsprecherin Maresa Hilleringmann bisher nicht in Kenntnis gewesen.

„In den Jahren als Nachbar habe ich selbst mehrfach wegen der Vorgänge im Leerstand die Polizei und die Feuerwehr angerufen, auch der Eigentümer Rütgers hatte Kenntnis von der Situation“, so Volker Willsch. Dies bestätigt Rütgers-Sprecherin Annekatrin Sonn. 

Türen und Fenster wurden bereits zugemauert

„Auf Empfehlung der Polizei wurden bereits einzelne Türen und Fenster zugemauert, um zu verhindern, dass sich nicht sesshafte Menschen in dem Gebäude niederlassen“, sagte sie im Gespräch mit unserer Redaktion.

Den gewünschten Erfolg hätten diese Maßnahmen aber nicht gebracht. Der Brand an Himmelfahrt ist ein Beleg dafür. „Wir prüfen derzeit, mit welchen weiteren Sicherungsmaßnahmen so etwas in Zukunft verhindert werden kann“, so Sonn. 

Lesen Sie jetzt