Hitzewelle könnte sich auf Castrop-Rauxeler Schulbetrieb auswirken

Wetter

Eine Hitzewelle rollt über NRW und Castrop-Rauxel. Schulen ziehen darum Hitzefrei in Erwägung. Die Bundespolizei warnt derweil eindringlich vor einer Gefahr.

Castrop-Rauxel

, 15.06.2021, 19:31 Uhr / Lesedauer: 2 min
Nach Informationen unserer Redaktion haben einige Schulen in Castrop-Rauxel bereits frühzeitig angekündigt, dass es Hitzefrei geben könnte.

Nach Informationen unserer Redaktion haben einige Schulen in Castrop-Rauxel bereits frühzeitig angekündigt, dass es Hitzefrei geben könnte. © picture alliance / Symbolbild

Die Hitzwelle war schon in der vergangenen Woche prognostiziert worden. Nun ist sie da - und bleibt NRW im Ganzen wie Castrop-Rauxel im Speziellen erst einmal erhalten. Das könnte sich unter anderem auf den Schulbetrieb auswirken.

Am Mittwoch (16.06.) sollen es knapp über 30 Grad werden. Regen ist nicht angesagt. Donnerstag (17.07.) ist die Lage ähnlich, wobei die Temperatur in der Spitze noch höher geht. Zumindest werden 34 Grad vorhergesagt.

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Nach Informationen unserer Redaktion haben einige Schulen in Castrop-Rauxel bereits frühzeitig angekündigt, dass es angesichts dieser Temperaturen hitzefrei geben könnte. „Darüber entscheiden die Schulleitungen eigenständig“, teilt die Stadt Castrop-Rauxel auf Nachfrage mit.

Anschließend zitiert sie aus einem 2019 veröffentlichten Schreiben von Mathias Richter, seinerseits Staatssekretär im NRW-Schulministerium. Darin heißt es: „Wird der Unterricht bei heißem Wetter durch hohe Temperaturen in den Schulen beeinträchtigt“, werde über Hitzefrei befunden.

Polizei warnt vor Leichtsinn

„Als Anhaltspunkt ist von einer Raumtemperatur von mehr als 27 Grad Celsius auszugehen. Beträgt die Raumtemperatur weniger als 25 Grad Celsius, darf Hitzefrei nicht erteilt werden“, zitiert die Stadt Castrop-Rauxel weiter. Abzuwarten bleibt, wie die Schulleitungen letztlich entscheiden.

Die Bundespolizei warnt derweil davor, bei der prognostizierten Hitze Dummheiten zu machen. Es sehne sich „so mancher Sonnenhungrige nach einer Abkühlung im Wasser. Leider gibt es im Ruhrgebiet immer wieder Personen denen der Besuch in den kürzlich wieder geöffneten Freibädern oder Badeseen zu langweilig ist“.

Sie suchten „sich deshalb eine andere Möglichkeit und springen von Eisenbahnbrücken, zum Beispiel in den Rhein-Herne-Kanal. Das ist nicht nur lebensgefährlich, sondern auch verboten. Gerade beim Sprung von Eisenbahnbrücken, kann der Aufenthalt in den Gleisanlagen auf der Brücke tödlich sein“.

Zum einen näherten sich moderne Züge „fast lautlos und können je nach Windrichtung erst sehr spät wahrgenommen werden“, so die Bundespolizei. Zum anderen „entsteht beim Klettern auf Brückenträgern, Masten und Schutzeinrichtungen eine lebensgefährliche Nähe zum Oberleitungsnetz der Eisenbahn“.

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Diese, schreibt die Bundespolizei, stehe unter einer Spannung von 15.000 Volt. „Dabei muss man die Oberleitung nicht einmal berühren, bevor ein Lichtbogen überspringen kann. Beim Sprung von der Brücke ins kühle Nass kann man zudem leicht Gegenstände übersehen, welche im Wasser, gerade im Bereich von Brücken treiben.“

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