Bei echten Sonderwünschen werden Trauungen künftig teuer

rnStandesamt

Wer außerhalb der bisher angebotenen Kernzeiten heiraten möchte, kann das in Castrop-Rauxel ab 2020 tun, muss dafür aber tief in die Tasche greifen.

Castrop-Rauxel

, 14.11.2019, 11:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Betriebsausschuss 1 (Kultur, Ordnung, Ausländerwesen, Feuerwehr) hat sich am 20. November (Mittwoch) um 17 Uhr im Bürgerhaus mit einer Verwaltungsvorlage zu befassen, in der es unter anderem um die Gebühren für Eheschließungen geht.

Eheschließungen durch Standesbeamte der Stadt Castrop-Rauxel finden bisher normalerweise mittwochs und freitags zwischen 9 und 12 Uhr im Trauzimmer im Rathaus statt.

Zudem trauen Bürgermeister Rajko Kravanja, der ehemalige Bürgermeister Johannes Beisenherz und weitere Beamte Paare auch freitags zwischen 12 und 17 Uhr und samstags zwischen 10 und 16 Uhr. Für die Trauungen steht ein sogenannter Pool an Standesbeamten zur Verfügung, der aus zehn Leuten besteht.

Ambiente-Trauorte sind sehr beliebt

Wer außerhalb der Kernarbeitszeiten im Trauzimmer des Rathauses (also freitags nach 12 Uhr und am Samstag) heiraten will, muss dafür 100 Euro Gebühren zahlen. Wer außerhalb der Kernzeiten und dann noch an einem Ambiente-Trauort heiraten möchte, zahlt 200 Euro.

Zu diesen Ambienteorten zählen bisher:

  • Passagierschiffe Santa Monika I und II
  • Parkbad Süd
  • Stadthalle
  • Bürgerhaus
  • Hof Schulte-Rauxel
  • Kaminzimmer im Haus Goldschmieding
  • Rittersaal im Schloss Bladenhorst.

In der Vergangenheit hat es laut Verwaltung gerade in den Haupt-Heiratsmonaten Mai bis Oktober so viel Nachfrage gegeben, dass gerade die Freitags- und Samstagstermine oft komplett ausgebucht waren.

Zugleich soll das Rathaus samstags nicht mehr für Trauungen genutzt werden, um hier Hausmeister- und Heizkosten zu sparen.

So kommt es, dass man neue Trautermine hinzugenommen hat und gleichzeitig die Gebührenliste der Stadt verfeinert hat. Dafür ist das Bürgerhaus künftig kein kostenträchtiger Ambiente-Trauort mehr.

Neue Zeiten, neue Gebühren

Um den Nachfragen gerecht zu werden, bietet die Stadt jetzt ab 2020 auch Trauungen an anderen Wochentagen an. Sondertermine sollen montags, dienstags, donnerstags von 8 bis 16 Uhr, mittwochs von bis 15 Uhr (jeweils Rathaus oder Bürgerhaus) und freitags von 8 bis 12 Uhr (nur Bürgerhaus) möglich sein. Sie kosten 100 Euro.

Wer zu diesen Terminen an einem Ambientetrauort den Bund fürs Leben schließen möchte, bezahlt 200 Euro.

Und wer zu einem völlig anderen Zeitpunkt heiraten möchte, dem will die Stadt diesen Wunsch nach Möglichkeit auch erfüllen. Mit Einschränkungen: „Damit das nicht zum Regelfall wird, soll eine erhöhte Gebühr in Höhe von 500 Euro die Inanspruchnahme relativieren“, heißt es dazu in der Vorlage für die Politik.

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