Höhenretter hangeln sich vom Gymnasium

CASTROP Feuerwehrautos aus Castrop, Einsatzfahrzeuge des THW und zwei Boote von der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft zierten am Samstag den Vorplatz des Adalbert-Stifter-Gymnasiums. Was den Anschein eines Großeinsatzes erweckte, war tatsächlich der vom Kreis durchgeführte Tag der Hilfsorganisationen.

von Von Daniel Sczekalla

, 22.06.2008, 15:01 Uhr / Lesedauer: 1 min
Nur Schminke: Das DRK simulierte Verletzungen.

Nur Schminke: Das DRK simulierte Verletzungen.

Aus 15 Meter mit Opfer abgeseilt

Aus 15 Meter mit Opfer abgeseilt

Nicht nur die ortansässige Feuerwehr, auch viele weitere in die Gefahrenabwehr eingebundene Hilfsorganisationen waren vertreten und präsentierten den Zuschauern ihr Können.

"Wenn man erst mal über die Kante ist, geht alles ganz einfach", erklärte die junge Höhenretterin der Gasschutzwehr der Kokerei Prosper, während sie selbst zusammen mit einem Übungsopfer in 15 Metern Höhe an der Front des ASG baumelte. Wie viele andere Helfer, war auch sie ehrenamtlich im Einsatz.

Viele hoffen auf Nachwuchs

Viele der Hilfsorganisationen hofften natürlich auf interessierten Nachwuchs und standen daher mit Infos bereit. "Wir können durchaus Verstärkung gebrauchen", bestätigte Birgit Nobis von der vor vier Jahren gegründeten Rettungshundegruppe Recklinghausen des DRK.

Ein bis drei Jahre dauert die Ausbildung von Mensch und Tier, bevor es zusammen auf die Vermisstensuche geht.

Schnittwunden im Gesicht

Für einen etwas skurrilen Schrecken sorgte dagegen die Gruppe des Jugend-DRK. Große Schnittwunden im Gesicht, Verbrennungen zweiten Grades und eine blutige Nase simulierten stilechte Verletzungen für Übungseinsätze der großen Rot Kreuz-Sanitäter.

"Damit die Helfer lernen, sich richtig zu verhalten, und nicht etwa ein Pflaster auf eine riesige Wunde kleben", erklärte Sandra Ostermann den tieferen Sinn.

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