Hoffnung auf Lärmschutz für Becklem

Neue Zahlen im Umweltausschuss

Gute Nachricht für die vom Schienenlärm geplagten Becklemer: Erstmals rückt auch für sie aktiver Lärmschutz, sprich Lärmschutzwände, in den Bereich des Möglichen.

BECKLEM

von Von Ilse-Marie Schlehenkamp

, 01.05.2013, 18:31 Uhr / Lesedauer: 1 min
Anwohner Hans-Jost Luck beklagt schon länger den steigenden Güterverkehr auf der Bahnstrecke in Becklem.

Anwohner Hans-Jost Luck beklagt schon länger den steigenden Güterverkehr auf der Bahnstrecke in Becklem.

  Arno Flörke vom beauftragten Ingenieurbüro nannte neue Zahlen. 124 Zugbewegungen am Tag in Becklem, statt wie früher angegeben 62. Und 150 bis 200 Züge an der Köln-Mindener Trasse. Grenzwerte sind 70 Dezibel am Tag, 60 Dezibel bei Nacht. Wenn’s lauter ist, muss was passieren. Betroffen von zu viel Krach tagsüber sind 160 Menschen, um die Nachtruhe gebracht werden 120 Betroffene. Dem CDU-Politiker Josef Berkel, der statt des aus dem Rat ausgeschiedenen Udo Weber (Grüne) die Sitzung leitete, erschien die Zahl der Züge für Becklem als noch zu wenig. Flörke erklärte, dass es im Rahmen von Baumaßnahmen durch Ausweichverkehr mehr werden könnte, ansonsten seien die Zahlen für die Hamm-Osterfelder strecke sehr schwankend.

Was den Entwurf des Lärmaktionsplans angeht, bemängelte Norbert Winge (FDP), dass der Ausschuss das umfangreiche Papier erst spät als Tischvorlage serviert bekam. „Unmöglich, daraus eine Beschluss-Empfehlung abzuleiten“, schimpfte Winge. „Wenn wir den Plan jetzt nicht auf den Weg bringen, dauert es noch länger, bis sich was tut“, mahnte Berkel. Um den Inhalt ging es dabei auch gar nicht, wie TBG Heiko Dobrindt betonte. Sondern zunächst um die Verfahrensbegleitung. 

Lesen Sie jetzt