Während der Corona-Pandemie haben sich viele Bürger einen Hund angeschafft. Das lässt die öffentlichen Kassen in Castrop-Rauxel klingeln. (Symbolbild) © picture alliance/dpa
Corona-Trend

Hundesteuer-Boom: Auch Castrop-Rauxel stellt „außergewöhnliche Zunahme“ fest

Die Corona-Pandemie hat einsam gemacht. Deswegen sind viele Leute auf den Hund gekommen. Auch Castrop-Rauxel geht im bundesweiten Trend mit. Das lässt die öffentlichen Kassen klingeln.

Die Corona-Pandemie hat im vergangenen Jahr so einige kuriose Trends ins Leben gerufen. Wochenlang leere Regale da, wo normalerweise Toilettenpapier, Mehl oder Hefe zu finden waren. Auch der Trend zur Anschaffung eines Haustieres gehörte dazu. Das freute nicht nur Hundezüchter, sondern auch die öffentlichen Kassen der Kommunen. Im Corona-Jahr 2020 waren die Einnahmen durch die Hundesteuer bundesweit so hoch wie noch nie.

Dem Staat flossen rund 380 Millionen Euro aus der Hundesteuer zu. Ein Rekordwert. Und knapp 3 Prozent mehr als im Jahr 2019. Der Verband für das deutsche Hundewesen gibt an, dass im vergangenen Jahr rund 20 Prozent mehr Hunde gekauft wurden als in den Vorjahren.

„Außergewöhnliche Zunahme“ im Corona-Jahr 2020

Castrop-Rauxel geht mit dem bundesweiten Trend mit. „Tatsächlich lässt sich neben einem kontinuierlichen Anstieg für die Jahre 2019 auf 2020 eine außergewöhnliche Zunahme feststellen“, sagt Nicole Fulgenzi, Pressesprecherin der Stadt Castrop-Rauxel. Damit beschränkt sich die Stadt auf die vorliegende Auswertung der vergangenen 3 bzw. 4 Jahre.

Während in 2018 insgesamt 5352 Hunde in Castrop-Rauxel gemeldet waren, stieg die Zahle für 2020 auf 5619 Hunde an. Damit stieg ebenfalls die Summe der Hundesteuer von 493.000 Euro (2018) auf 513.000 Euro (2020). Die Steigerung von 2019 (503.000 Euro) auf das letzte Jahr beträgt fast 2 Prozent. Damit liegt Castrop-Rauxel leicht unter dem bundesweiten Anstieg der Hundesteuer von 3 Prozent.

Nächster Hundesteuer-Rekord schon in 2021?

Das jetzige Jahr 2021 scheint die Messlatte in Castrop-Rauxel noch einmal höher zu legen. Schon jetzt (Stand: 15.9.) hat die Anzahl der gemeldeten Hunde die der Vorjahre überstiegen. 5710 Hunde sind gemeldet, was bislang der öffentliche Kasse mit 504.000 Euro zugute kommt.

Erfreuliches berichtete das Tierheim Castrop-Rauxel noch vor einem Monat im Zuge einer anderen Berichterstattung. Von allen Tieren, die in Castrop-Rauxel in der Corona-Pandemie vermittelt worden sind, sei bis dahin noch keines wieder im Tierheim abgegeben worden.

Die Steuerpflicht beginnt mit dem 1. des Monats, in dem der Hund aufgenommen worden ist. Die Höhe der Steuer ist abhängig von der Anzahl der gehaltenen Hunde. Bei einem Hund beträgt sie in Castrop-Rauxel jährlich 96 Euro.

Über die Autorin
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In der Grafschaft Bentheim aufgewachsen, während des Journalismus-Studiums in NRW verliebt. Danach über 2 Jahre in Kanada gelebt und jetzt wieder zurück im Lieblingsbundesland. Seit 2020 Volontärin bei Lensing Media
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