Ickern feiert Bürgerpicknick, Jubiläen und einen besonderen Ickerner

Jubiläen

In Ickern werden am Freitag und Samstag (4. und 5. September) drei Jubiläen und das Bürgerpicknick gefeiert. Mit Auflagen wegen Corona und einer besonderen Ehrung für einen besonderen Mann.

Ickern

, 02.09.2020, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Auf dem Ickerner Marktplatz feiert sich der Stadtteil am Freitag und Samstag selbst. Aber nicht so dicht an dicht wie sonst, weil Corona das nicht zulässt.

Auf dem Ickerner Marktplatz feiert sich der Stadtteil am Freitag und Samstag selbst. Aber nicht so dicht an dicht wie sonst, weil Corona das nicht zulässt. © Mein Ickern

Am Freitag und Samstag (4. und 5. September) feiern die Ickerner ihren Stadtteil, der in diesem Jahr 800 Jahre alt wird. Eigentlich sollte das eine ganz große Sause werden, Corona aber machte den Plänen einen dicken Strich durch die Rechnung.

Nun wird trotzdem gefeiert, aber mit viel weniger Teilnehmern als vor Corona erhofft.

Marc Frese, Chef des Ickerner Stadtteilvereins Mein Ickern: „Organisatorisch eine riesige Herausforderung, um die Auflagen zur Bekämpfung von Corona optimal zu erfüllen und einen maximalen Infektionsschutz zu bieten. Aber dank einer Teamleistung mit den zuständigen Stellen der Stadt Castrop-Rauxel, des EUV und unserem Planungsstab sind wir fast am Ziel.“ Letzte Details zum Abstands- und Hygienekonzept will man noch in dieser Woche klären.

Los geht es am Freitag mit dem 7. Ickerner Bürgerpicknick auf dem Marktplatz, bei dem wieder das Westfälische Landestheater (WLT) für Unterhaltung auf der Bühne sorgen wird. Beginn ist um 20 Uhr, Einlass für alle Ticketinhaber auf dem Markt ist ab 19 Uhr.

Immer nur 300 Besucher sind zugelassen

300 Besucherinnen und Besucher dürfen dann auf den abgesperrten Marktplatz. Die Tickets für das Bürgerpicknick waren übrigens in gut einem Tag weg.

Ein Tag später steht dann der Tag der Jubiläen der Stadt Castrop-Rauxel an. Denn nicht nur Ickern feiert in diesem Jahr Geburtstag, sondern auch Pöppinghausen wird 800 Jahre alt. Außerdem begeht die Europastadt 2020 auch noch das Ereignis „70 Jahre JA zu Europa“.

Beim Fest dürfen sich die ebenfalls wieder 300 Teilnehmer bei einem doppelt aufgelegten Festprogramm (die erste Auflage beginnt um 11.30 Uhr, die zweite um 14.30 Uhr) beispielsweise auf spannende Talkrunden, Blicke auf Bildschätze aus dem Stadtarchiv und „Ickerner Platt“ freuen.

Abends ab 18.30 Uhr gibt es einen offiziellen Festakt zu den Jubiläen. Als Festredner dafür konnte Bürgermeister Rajko Kravanja den ehemaligen Staatsminister im Auswärtigen Amt , Prof. Dr. Christoph Zöpel gewinnen.

Für den Tag der Jubiläen gibt es für die Abendveranstaltung noch kostenlose Restkarten sowie ebenfalls kostenlose Tickets für die Tagesveranstaltungen auf der Plattform Tickettune.com.

Da die Veranstalter möchten, dass möglichst viele Menschen an den Veranstaltungen teilnehmen können, hat man eine dringende Bitte: Wer ein Ticket gebucht hat, aber doch nicht benötigt, soll das PDF-Ticket bitte dringend an die Mailadresse vorstand@mein-ickern.de schicken, damit es an andere Interessenten weitergegeben werden kann. Parallel bittet Marc Frese Interessenten, die keine Karten bekommen haben, sich zu melden. Frese: „Wir schauen dann, ob wir behilflich sein können.“

Er galt als "Bürgermeister von Ickern": Nach Robert Mathis wird jetzt ein Platz im Stadtteil benannt.

Er galt als „Bürgermeister von Ickern“: Nach Robert Mathis wird jetzt ein Platz im Stadtteil benannt. © Jens Lukas

Besonderer Feieranlass am Freitagnachmittag

In Ickern gibt es aber schon am Freitagnachmittag einen weiteren sehr besonderen Grund für eine Feier: die Einweihnung des Robert-Mathis-Platzes. Unmittelbar vor dem Bürgerpicknick wird mit Unterstützung der Familie Heier der Platz am Markt vor der Drogeriemarkt und dem Café Auffenberg nach Robert Mathis benannt, dem am 30. Dezember 2018 verstorbenen Ickerner Urgestein.

Der gelernte Bergmann und „Bürgermeister von Ickern“, wie ihn Marc Frese bezeichnet, wurde nur 73 Jahre alt. Nach seinem Tod wurde rasch gefordert, dass ein öffentlicher Platz nach ihm benannt werden müsse.

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Im Mai stellte Frese einen entsprechenden Bürgerantrag an die Politik, in dem er das vielfältige Engagement Mathis‘ auflistete, sei es als Nikolaus beim traditionsreichen und kultverdächtigen Umzug, als Küster und Helfer in der Kirchengemeinde St. Antonius, als Mitglied des Bürgerausschusses sowie im Sport als Spieler, Trainer, Funktionär und Spartenleiter Fußball im Stadtsportverband.

Der Antrag stieß auf einhellige Zustimmung und so bekommt Mathis nun am Freitag diese posthume Ehrung.

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