Idee aus Castrop-Rauxel für die perfekte Grillwurst

360 Brat

Die perfekte Wurst: gleichmäßig gebräunt und schön kross. Aber wie funktioniert das bei der typischen Biegung der Wurst? Eine Frage, die sich auch Ivett Pálinkás aus Castrop-Rauxel stellte. Mit der Familie kam sie auf die Geschäftsidee für die gelungene Bratwurst: der 360 Brat.

CASTROP-RAUXEL

, 25.05.2017, 06:03 Uhr / Lesedauer: 2 min

Weil Pálinkás und ihr Mann wegen eines Umbaus keine Küche hatten, musste der Grill herhalten .„Wir haben einen Gasgrill, aber so richtig gut hat das mit den Würstchen nicht funktioniert“, erinnert sich Ivett Pálinkás zurück.

Durch die Krümmung rollte die Wurst immer weiter, wenn sie auf den gekrümmten Seiten lag. Das Ergebnis: Zwei Seiten waren gut gebräunt, die anderen beiden hingegen noch blass. „Also haben wir im Internet nachgeschaut, aber selbst die Profis haben damit so ihre Probleme“, sagt Ivett Pálinkás.

"Verwundert, dass noch niemand drauf gekommen ist"

Dabei war die Lösung aus ihrer Sicht so einfach: „Es reicht, wenn man die Bratwurst in eine V-Form legen könnte.“ Weil es so etwas bei keinem Händler oder im Internet gab, wurde das Paar selbst tätig. Noch am selben Tag war die erste Zeichnung fertig – die Geburtsstunde des 360 Brat.

Das Konstrukt aus Edelstahl enthält fünf V-förmige Vertiefungen, in die die Bratwurst gelegt werden kann. So soll sie mehr Halt haben und rundum braun werden können – wovon sich auch der Name ableitet. Um 360 Grad sollen Grillchefs die Wurst damit drehen können. „Dass noch niemand darauf gekommen ist, hat uns schon verwundert, schließlich gibt es die Bratwurst seit über 600 Jahren“, sagt Ivett Pálinkás.

500 Stück im Lager - Verkaufsstart an Vatertag

Einen ersten Protyp erarbeiteten sie gemeinsam mit Achim Kempf von Edel trifft Stahl. „Das kam so gut an, dass wir ein Patent angemeldet haben.“ Seit der Entscheidung im März und Testphasen mit Freunden hat sich viel getan. Drei Versionen durchlief der 360 Brat innerhalb von zwei Monaten. Drei Millimeter ist das Edelstahl dick und neun Zentimeter ist der Bräter breit. „Wir haben uns im Supermarkt sämtliche Würstchen geholt, die es gab“, sagt Ivett Pálinkás. Dadurch sollte sichergestellt werden, dass keine Wurst durchfällt.

Jetzt soll das Gerät pünktlich zum Vatertag verkauft werden. 500 Stück lagern im Büro des Ehepaars. „So langsam kommen wir da nicht mehr rein. Es wird Zeit, dass wir mit dem Verkauf loslegen.“ Bei der Produktvorstellung auf Facebook gab es mehr als 100 Kommentare. Die gingen von „Wer braucht so etwas?“ bis „Muss ich haben“. „Es gab nur diese zwei Pole. Deswegen hoffen wir, dass ein Markt für unsere Idee vorhanden ist“, so Pálinkás.

Online-Shop
Den 360 Brat können Interessierte ab sofort im kaufen.
Der Preis für den Bräter beträgt 29,90 Euro.
Die ersten 500 Bräter werden in einem Pappkarton mit Papierwolle ausgeliefert.
Später soll es auch eine Premium-Verpackung geben, damit der Bräter besser verschenkt werden kann.
Um den 360 Brat optimal nutzen zu können, muss das Hilfsmittel zunächst auf dem Grill eine bestimmte Temperatur erreichen.

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