Sara aus „Das große Backen“: „Meine Familie grölt vorm Fernseher mit“

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Die Castrop-Rauxelerin Sara El-Farhi hat es knapp in die zweite Runde der TV-Show „Das große Backen“ geschafft. Warum bei ihr alles mit einem Marmorkuchen angefangen hat, lesen Sie im Interview.

Castrop-Rauxel

, 06.11.2020, 18:45 Uhr / Lesedauer: 3 min

Seit vergangenem Sonntag (1.11.) läuft am Sonntagnachmittag auf Sat.1 die achte Staffel von „Das große Backen“. Mit der Castrop-Rauxeler Teilnehmerin Sara haben wir zwischen der Ausstrahlung der ersten und zweiten Runde gesprochen

Es ist 14 Uhr. Bald Kaffee- und Kuchenzeit. Haben Sie heute schon was gebacken?
Noch habe ich nichts gebacken, aber ich habe seit Tagen Lust auf Kekse. Vielleicht backe ich aber auch noch einen Frankfurter Kranz. In der ersten Folge (von „Das große Backen“ Anm. d. Red.) hatten wir in der technischen Prüfung einen Frankfurter Kranz und da habe ich wieder Appetit drauf bekommen.

Die Zutaten haben Sie mal eben alle im Haus?
Ich habe immer alles vorrätig: Mehl, Zucker, Eier. Ich habe auch extra eine Schublade nur mit Backsachen wie Mandeln, Haselnüsse, Kokosraspeln. Das muss immer da sein.

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Und die Belegkirschen für den Kranz?
Die sind auch immer da. Ich habe einen kleinen Supermarkt zu Hause (lacht). Das muss sein, wenn man oft backt.

Haben Sie eine große Küche, in der Sie backen?

Ich habe noch gar keine eigene Wohnung. Ich backe in der Küche meiner Mutter.

Da haben Sie sich dann ganz schön breit gemacht?

Ja, sehr breit (lacht). Aber meine Mutter backt selbst gerne. Durch sie bin zum Backen gekommen. Als Kind habe ich ihr gerne zugeschaut. Sie hat zu allen Wochenenden und Geburtstagen Kuchen gebacken. Mit neun Jahren dann habe ich meinen ersten eigenen Marmorkuchen gebacken, da war ich sehr stolz drauf.

Natürlich ohne Backmischung?

Klar. Meine Mutter war einkaufen und da bin ich in die Küche und als sie nach Hause kam, stand plötzlich der Marmorkuchen auf dem Tisch. Marmorkuchen ist heute noch mein Lieblingskuchen.

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Sara El Farhi macht mit bei "Das große Backen"

Sara El Farhi aus Castrop-Rauxel ist eine von zehn Kandidaten der TV-Show "Das große Backen"
05.11.2020
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Die Kandidaten müssen in jeder Folge drei verschiedene Back-Kreationen anfertigen.© SAT.1/Claudius Pflug
In der ersten Folge, die am 1. November ausgestrahlt wurde, hat die Jury die Castrop-Rauxeler Kandidatin Sara nur knapp weiterkommen lassen.© SAT.1/Claudius Pflug
Hier steht Sara vor den beiden, die alle Kreationen bewerten: Bettina Schliephake-Burchardt, bekannt für ihre Motivtorten, und Christian Hümbs, der mehrfach schon Patissier des Jahres war.© SAT.1/Claudius Pflug
Technik, Geschmack, Finesse - das alles wird beim großen Backen bewertet. © SAT.1/Claudius Pflug
Etwas Pink muss immer sein auf Saras Backwerken.© SAT.1/Claudius Pflug
Sara schneidet eine Blüte zum Verzieren ab - natürlich in Pink.© Sat.1/Claudius Pflug
In der zweiten Folge am 8. November sind französische Süßspeisen Thema. Daher werden unter anderem Macarons gebacken. © Sat.1/Claudius Pflug
Ein Blick auf das Anfangsteam in der TV-Backstube© Sat.1/Claudius Pflug
Die TV-Show "Das große Backen" wird moderiert von Enie van de Meiklokjes. © SAT.1/Claudius Pflug
Sara und ihre Konkurrenten freuen sich in Folge 3, eine Aufgabe geschafft zu haben.© Sat.1/Claudius Pflug
Thema der dritten Folge von "Das große Backen" ist Großbritannien. Hier kreiert Sara eine 3D-Torte mit britischem Motiv und britischem Aroma.© Sat.1/Claudius Pflug
Das ist die Jury: Motivtorten-Expertin Bettina Schliephake-Burchardt und Patissier Christian Hümbs.© Sat.1/Claudius Pflug

Der Marmorkuchen war also der Einstieg und wie ging es weiter?

Dann habe ich klassische, einfache Torten ausprobiert. 2018 erst habe ich angefangen, Motivtorten zu machen und mich auch an andere Rezepte gewagt. Zum Beispiel Macarons.

Die stehen auch in der zweiten Folge von „Das große Backen“ am Sonntag auf dem Programm. Wie werden Sie die Sendung schauen?

Die erste Folge habe ich mit meiner Schwester, ihren Kindern und meinen Eltern bei uns zu Hause geschaut. Jetzt Sonntag fahre ich vielleicht zu meiner Schwester. Auf jeden Fall schaue ich nicht allein.

Wie ist es so, sich im Fernsehen zu sehen?

Das ist ein ganz komisches Gefühl. Ich habe mir erst mal ein Kissen vors Gesicht gehalten. Ich habe nur gedacht: Oh nein, jetzt sieht mich ganz Deutschland im Fernsehen. Das kennt man nicht. Aber es ist auch ein schönes Gefühl. Man ist stolz, da zu sein und den Zuschauern und der Jury beweisen zu können, was man so drauf hat. Meine Familie ist auch megastolz und feuert mich an. Die grölen alle mit.

Ein Gruppenbild vom Anfang. Sara steht links in der dritten Reihe von unten. Mittlerweile sind es nur noch neun Kandidaten, die bester Hobbybäcker Deutschlands werden wollen.

Ein Gruppenbild vom Anfang. Sara steht links in der dritten Reihe von unten. Mittlerweile sind es nur noch neun Kandidaten, die bester Hobbybäcker Deutschlands werden wollen. © SAT.1/Claudius Pflug

Sie backen erst seit zwei Jahren aufwändige Motivtorten – wie sind Sie auf die Idee gekommen, sich jetzt schon für die TV-Show zu bewerben?

Meine erste Torte sah gleich richtig gut aus. Ich habe dann für die ganze Familie zu jedem Anlass eine Motivtorte gebacken. Das kam immer so gut an. „Das große Backen“ gucke ich eh gerne. Letztes Jahr habe ich eine Folge verpasst und wollte sie nachträglich im Internet schauen. Dabei habe ich gesehen, dass Bewerber gesucht werden. Das war abends, so kurz vorm Schlafengehen. Ich habe dann meine Schwestern angeschrieben und gefragt, was sie davon halten, wenn ich mich bewerbe. Die haben mich gar nicht ernst genommen und gelacht. Und da habe ich gedacht: Ist mir egal, ich bewerbe mich jetzt.

Sie haben auch einen Backblog auf Instagram: saras.backliebe. Wie läuft der?

Den habe ich seit letztem Jahr. Erst dachte ich: Kein Mensch interessiert sich für mein Gebäck. Doch der läuft richtig gut. Es kommen immer wieder Anfragen, ob ich Rezepte rausgeben oder zeigen kann, wie ich manche Sachen mache.

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Wie hat sich die erste Folge von „Das große Backen“ auf ihren Blog ausgewirkt?

Die Abonnentenzahlen sind so krass gestiegen. Ich hatte 7000 Follower und jetzt mehr als 12.000. An dem Tag, als ich bekannt gegeben habe, dass ich bei der TV-Show mitmache, hat mein Handy von morgens bis abends durchgeklingelt. Zur Zeit ist der Blog trotzdem reines Hobby, ich habe keine Firmenkooperationen. Aber vielleicht ergibt sich jetzt was.

Sie sind Make-up-Artist. Warum haben Sie das Backen nicht zum Beruf gemacht?

Eigentlich bin ich gelernte Einzelhandelskauffrau, aber ich habe gemerkt: Das ist nichts für mich. Ich mochte immer das Schminken und das Backen. Und eins von beiden wollte ich dann zu meinem Beruf machen. Fürs Make-up habe ich mich entschieden und mich in dem Bereich selbstständig gemacht. Ich schminke beispielsweise Bräute.

Da braucht es viel Fingerspitzengefühl: Französische Patisserie ist das Thema in Runde zwei von "Das große Backen".

Da braucht es viel Fingerspitzengefühl: Französische Patisserie ist das Thema in Runde zwei von "Das große Backen". © Sat.1/Claudius Pflug

Da geht diesen Monat nichts bei Ihnen....

Nee, leider ist wegen Corona nichts möglich. Ich lebe gerade nur von den Ersparnissen. Das ist hart. Aber immerhin habe ich Zeit für meine Follower auf Instagram. Ich bekomme so liebe Nachrichten, das macht Mut. Die Follower feiern, dass ich bei der Backsendung mitmache. Die feiern mein Gebäck.

... und wollen das sicher auch gern essen.

Da habe ich schon viele Anfragen bekommen. Bitte, bitte, mach ein Café auf, schreiben viele.

Wo in Castrop-Rauxel gehen Sie denn mal Kuchen essen, wenn sie keine Lust haben, zu backen?

Ich gehe ganz normal zum Bäcker. Aber ganz ehrlich: Eigentlich backe ich nur selbst.

Immer sonntags in Sat.1

Sara El-Farhi ist eine von zehn Kandidatinnen, die Anfang November in der Sat.1-Show „Das große Backen“ gestartet sind. Sie ist 31 Jahre alt, hat libanesische Wurzeln und kommt aus einer großen Familie. Sara hat acht Geschwister. „Das große Backen“ läuft immer sonntags um 17.25 Uhr in Sat.1. Am Ende wird Deutschlands bester Hobbybäcker gekürt. Der Gewinner erhält unter anderem 10.000 Euro und ein eigenes Backbuch.
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