Investor Velhorst zur Alten Eiche: „Ich kann doch nicht ein Stück Straße verkaufen“

Wohnen an der Emscher

Die Alte Eiche in Habinghorst macht bundesweit Schlagzeilen. Erstmals seit langer Zeit hat sich nun auch der Investor geäußert, der das Baugebiet, auf dem die Eiche steht, realisieren will.

Castrop-Rauxel

, 16.01.2020, 15:05 Uhr / Lesedauer: 1 min
Investor Velhorst zur Alten Eiche: „Ich kann doch nicht ein Stück Straße verkaufen“

Aktivist Johannes, auch Hambi Potter genannt, vor der rund 250 Jahre alten Eiche, die er besetzt hat. © dpa

Dreigrund Development heißt die Firma, die das Baugebiet „Wohnen an der Emscher“ realisieren wird. Die Alte Eiche steht den Bauplänen faktisch im Weg. Jetzt hat die Deutsche Presseagentur der 250 Jahre alten Stieleiche bundesweit in die Schlagzeilen verholfen. Dabei ist für Castrop-Rauxeler Leser nicht viel Neues herausgekommen – aber doch ein paar Details.

Torsten Velhorst, Dreigrund-Geschäftsführer, spricht seit Monaten nicht mehr mit unserer Redaktion. Stets brachte er das Argument vor, dass es keinen neuen Sachstand gebe. Jetzt hat er sich gegenüber der Deutschen Presseagentur doch geäußert.

Er wolle den Ausgang des Normenkontrollverfahrens abwarten. Der BUND hatte hier in Person des Henrichenburgers Thomas Krämerkämper die Initiative ergriffen. Es läuft vor dem Oberverwaltungsgericht in Münster.

Krämerkämper, der Erfahrung mit solchen Verfahren hat, im Spätherbst dazu: „Unsere Erfolgsaussichten stehen gut.“ Torsten Velhorst gegenüber der dpa in dieser Woche nun: „Dann gucken wir mal, was da raus kommt.“

„Wir verhalten uns absolut gesetzestreu“

„Wir verhalten uns die ganze Zeit absolut gesetzestreu“, so Velhorst weiter. Der Bebauungsplan sei mit der Stadt entwickelt worden, eine Ratsmehrheit habe ihn verabschiedet. Für 250.000 Euro gebe es Ausgleichsmaßnahmen.

Die Idee des Vereins und Aktionskreises „Rettet die alte Eiche“, eine Fläche mit der Eiche zu erhalten und dafür Sponsoren zu suchen, lehnt er ab. Der Baum stehe zur Hälfte in einer öffentlichen Planstraße und zur Hälfte auf einem Baugrund. „Ich kann doch nicht ein Stück Straße verkaufen“, sagt Velhorst. Er sehe keine Veranlassung, einen neuen Bebauungsplan aufzustellen.

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