Junge prügelt jüngeren Mitschüler krankenhausreif

Entsetzen am WBG

Ein Neuntklässler der Willy-Brandt-Gesamtschule hat einen zwei Jahre jüngeren Mitschüler während der Mittagspause auf dem Schulhof krankenhausreif geschlagen und getreten. Dieser war nicht das einzige Opfer der Gewalt.

CASTROP-RAUXEL

von Von Michael Fritsch

, 19.09.2012, 17:39 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der WBG-Schüler prügelte seinen Mitschüler krankenhausreif.

Der WBG-Schüler prügelte seinen Mitschüler krankenhausreif.

 Gleichzeitig äußerte sie ihr Unverständnis und ihre Ratlosigkeit: „Natürlich ist das eine Grenzüberschreitung. Wir sind schockiert über das Ausrasten. Warum dieser junge Mann, der noch niemals zuvor durch Gewalt aufgefallen ist, dermaßen in Wut geraten ist, ist für uns unerklärlich“, betonte sie im Gespräch mit unserer Redaktion. Die Kinder, so Höhle weiter, hätten heutzutage eine unheimlich niedrige Toleranzschwelle, so dass verbale Anmache häufig mit physischer Gewalt vergolten werde.  

 Gleichzeitig wehrte sich die Schulleiterin dagegen, dass die WBG besonders von Gewalt geprägt sei. „Das ist Quatsch. Bei uns passiert nicht mehr und nicht weniger wie in anderen Schulen auch“, versicherte sie.Nach im Wesentlichen übereinstimmenden Schilderungen von Zeugen und Schulleiterin ist Ausgangspunkt der Tat die Beleidigung einer Achtklässlerin durch den Täter gewesen, woraufhin sich das Opfer eingemischt habe. Die zunächst nur verbale Aggression gegen das Mädchen sei dann unvermittelt in körperliche Gewalt gegen den Jungen umgeschlagen. Das Opfer, das am Boden liegend noch getreten worden ist, erlitt eine Augenverletzung und wurde im Rochus-Hospital stationär behandelt, geht aber wieder zur Schule.  Die Polizei ermittelt gegen den Täter wegen gefährlicher Körperverletzung. 

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