Kamp-Lintfort läutet - Castrop-Rauxel trauert

Landesgartenschau 2020

Kamp-Lintfort richtet die Landesgartenschau 2020 aus. Die Stadt am Niederrhein habe den Zuschlag erhalten, sagte eine Sprecherin am Dienstag und bestätigte entsprechende Medienberichte. Um die Bürger zu informieren, sollen um 13.15 Uhr die Kirchenglocken zehn Minuten lang erklingen. Traurig ist man derweil in Castrop-Rauxel, Recklinghausen, Herten und Herne.

NRW

03.11.2015, 09:32 Uhr / Lesedauer: 1 min

Castrop-Rauxel und die anderen drei Städte hatten sich mit einer 250-seitigen Bewerbung und einem Video für die Landesgartenschau 2020 stark gemacht. Sie wollten das große Event als krönenden Abschluss der Renaturierung der Emscher in die Region holen. Außerdem im Rennen war noch Bad Honnef. 

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Während die einen trauern, freuen sich die anderen. In Kamp-Lintfort sollen heute die Glocken aller Kirchengemeinden läuten. Das hatte die Stadt für den Fall angekündigt, dass die Stadt am Niederrhein das Rennen macht. In Düsseldorf wollen am Mittag Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) und Bauminister Michael Groschek (SPD) den Gewinner präsentieren. Das Umweltministerium wollte sich am Dienstagmorgen zunächst noch nicht dazu äußern.

Ziel: Nachhaltige Stadtentwicklung

Alle drei Jahre findet in Nordrhein-Westfalen eine Landesgartenschau statt. Das Ziel ist auch eine nachhaltige Stadtentwicklung. Die nächste Landesgartenschau findet 2017 in Bad Lippspringe im Kreis Paderborn statt. Zuletzt hatte Zülpich 2014 mit der grünen Schau mehr als eine halbe Million Besucher in die Voreifel gelockt. Das 180-Tage-Event auf einem 25 Hektar großen Gelände kostete 23,4 Millionen Euro. Erhalten von der Landesgartenschau bleibt unter anderem ein Seebad mit Badestrand am See eines Braunkohlentagebaus.  

kar/dpa

 

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