Kandidierenden-Check im Test: Welcher Kandidat tickt wie ich?

Bundestagswahl

Beim „Kandidierenden-Check“ im Internet prüfen Wähler die Aussagen der Castrop-Rauxeler Bundestagskandidaten auf Herz und Nieren. Wir haben das Programm getestet.

Castrop-Rauxel

, 05.09.2021, 18:32 Uhr / Lesedauer: 2 min
Beim Kandidierenden-Check kann man die politischen Einstellungen der Kandidaten im eigenen Wahlkreis genau unter die Lupe nehmen.

Beim Kandidierenden-Check kann man die politischen Einstellungen der Kandidaten im eigenen Wahlkreis genau unter die Lupe nehmen. © Rebekka Wölky

Was sagt Frank Schwabe eigentlich zur Videoüberwachung an öffentlichen Orten? Und wie fände Nils Stennei ein Tempolimit auf Autobahnen? Unter dem Motto „Wer tickt wie ich?“ können Wähler jetzt im Internet herausfinden, welcher Kandidat am ehesten mit ihren eigenen Überzeugungen übereinstimmt. Das Angebot heißt „Kandidierenden-Check“. Zu finden ist es auf der Internet- Plattform www.abgeordnetenwatch.de.

Aus dem Wahlkreis Recklinghausen I, zu dem Castrop-Rauxel, Waltrop und Recklinghausen gehören, stellen sich sieben Bundestagskandidaten den 24 Fragen von Abgeordnetenwatch. Uwe Biletzke (Die Linke), Marlies Grewe (FDP), Frank Schwabe (SPD), Michael Breilmann (CDU), Nils Stennei (Grüne) Carsten Michael Majewski (Die Partei) und Lutz Wagner (AfD) machen mit.

„Lehne ab“ oder „stimme zu“

Beim Kandidierenden-Check muss man zuerst eine Postleitzahl eingeben. Im nächsten Schritt erscheinen die Kandidaten aus dem entsprechenden Wahlkreis. Diejenigen, die Statements zu den 24 Thesen abgegeben haben, stehen oben. Mit Namen, Foto und Parteizugehörigkeit.

Nach einem Klick auf „Kandidierenden-Check starten“ wird es interessant. These eins von 24 lautet: „Auf den Autobahnen soll ein Tempolimit von 130km/h eingeführt werden.“ Man kann zwischen „lehne ab“ und „stimme zu“ entscheiden. Findet man ein Thema unwichtig, so klickt man auf „dazu habe ich keine Meinung“.

Jetzt lesen

Den Direktkandidaten hat abgeordnetenwatch.de dieselben Thesen vorgelegt. Auch sie konnten zustimmen oder sie ablehnen. Wenn man alle 24 Fragen beantwortet hat, zeigt eine Auswertung, welche Kandidaten am häufigsten so geantwortet haben wie man selbst. Die Ergebnisse werden in Prozent angezeigt.

Zwei Kandidaten haben den Start verpasst

Abseits des Kandidaten-Checks haben die Direktkandidaten auf der Internetplattform persönliche Profile. Unter dem Link „Wie tickt... ?“ kann man hier einsehen, wie der Kandidat auf welche Frage geantwortet hat. Und, fast noch interessanter: Wie er oder sie die gegebene Antwort begründet.

Außerdem kann jeder Bürger den Politikern direkt Fragen stellen. Eine kurze und eine längere Antwort können diese dann geben. Auffällig ist, dass es in den Fragen besonders oft um Corona-Impfungen geht.

Jetzt lesen

Auch den drei Kanzlerkandidaten kann man Fragen stellen. Ob sie die aber wirklich selbst beantworten, kann man nicht erkennen.

Michael Breilmann und Nils Stennei nehmen mit Verspätung am Kandidierenden-Check teil. Beide hatten versäumt, ihre Statements zu den 24 Thesen vor dem Start des Programms am 1.9. einzureichen. Auf Anfrage dieser Redaktion haben sie es aber nachgeholt. Am Freitagnachmittag waren auch ihre Statements online verfügbar.

Die sechs Kandidaten der Parteien, die aktuell im Bundestag vertreten sind, können Sie am Donnerstag bei der gemeinsamen Live-Debatte von Ruhr Nachrichten, Waltroper Zeitung und Recklinghäuser Zeitung besser kennenlernen. Ab 19 Uhr gehts im Livestream unter rn.de/castrop los
Lesen Sie jetzt
Lesen Sie jetzt