Kapteinat sorgt sich: Nicht genug Betreuungsplätze für die ganz Kleinen

Kinderbetreuung

Bald startet das neue Kita-Jahr: Laut Landes-SPD stehen in Castrop-Rauxel 797 Plätze für Kinder unter drei Jahren zur Verfügung. Landtagsabgeordnete Lisa Kapteinat ist damit nicht zufrieden.

Castrop-Rauxel

, 21.07.2021, 12:45 Uhr / Lesedauer: 1 min
Landtagsabgeordnete Lisa Kapteinat sagt: Es gibt immer noch zu wenige Betreuungsplätze für die ganz Kleinen.

Landtagsabgeordnete Lisa Kapteinat sagt: Es gibt immer noch zu wenige Betreuungsplätze für die ganz Kleinen. © picture alliance / dpa

Gerade erst wurde bekannt: Lisa Kapteinat, Landtagsabgeordnete der SPD für Castrop-Rauxel, Waltrop und Datteln, tritt auch bei der Landtagswahl im kommenden Jahr wieder an. Dort wolle sie sich für manche Gruppen besonders einsetzen, sagte sie. So zum Beispiel für Familien und Kinder.

Die Lage vor Beginn des neuen Kita-Jahres am 1. August sieht Kapteinat „kritisch“, heißt es einer Pressemitteilung. Die Politikerin ist unzufrieden mit den Betreuungsmöglichkeiten für Kinder unter drei Jahren.

Zum Hintergrund: Seitdem Eltern einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz haben, seien noch nie „so wenige“ zusätzliche Plätze geschaffen worden wie für das neue Kita-Jahr, sagt Kapteinat. Das gehe aus einer kleinen Anfrage der SPD-Landtagsfraktion an die amtierende schwarz-gelbe Regierung hervor.

3349 neue Plätze für das neue Kita-Jahr

Landesweit gebe es laut Antwort auf die Anfrage 3349 neue Plätze zum 1. August 2021. Für Castrop-Rauxel bedeute das: 797 Kinder unter drei Jahren können einen U-3-Platz bekommen. In Kitas oder bei Tagesmüttern/-vätern.

Das reicht Kapteinat nicht, auch wenn die Versorgung noch besser ist als im Landesschnitt: „In Castrop-Rauxel können wir im nächsten Jahr 41,9 Prozent der U3-Haushalte mit einem Platz versorgen, damit liegen wir immerhin über dem NRW-Durchschnitt. Dass wir landesweit keine Versorgungsquote haben, die den Bedarfen gerecht werden kann, ist besorgniserregend“, so Kapteinat.

NRW-weit soll laut SPD nur für 40,6 Prozent der U3-Familien ein Betreuungsplatz zur Verfügung stehen. Der Bedarf soll aber bei 46 Prozent liegen. Kapteinat fürchtet daher: Auch in diesem Jahr könnten viele Eltern Probleme haben, einen Platz zu bekommen. Sie fordert so viele Betreuungsplätze, dass niemand, der einen Platz möchte, leer ausgeht.

Jetzt lesen

Lesen Sie jetzt